Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphyotrichum novi-belgii agg.
Artengruppe
13
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Neubelgische Aster (Symphyotrichum novi-belgii agg.) an ihren unzähligen, strahlenden Korbblüten in Blau- und Violetttönen, die oft erst erscheinen, wenn andere Stauden bereits verblühen. Sie wächst meist straff aufrecht und bildet dichte Horste (Pflanzbüschel, die nicht wuchern). Im herbstlichen Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Nektarquelle für Insekten wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt sie als späte Tankstelle vor dem Winter. Wenn du diese Aster pflanzt, bringst du lebendiges Summen in die letzten warmen Oktobertage deines Gartens.
Späte Nektar-Tankstelle: Rettet Wildbienen und Falter über den Herbst.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Aster eine der wichtigsten Nahrungsquellen im Spätsommer. Besonders auffällig ist der Besuch durch das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), das im Schwirrflug Nektar trinkt. Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) sind auf die späten Pollengaben angewiesen. Für Tagfalter wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) bietet die Pflanze lebensnotwendige Energie für die letzte Generation des Jahres. Obwohl sie ein Neophyt ist, integriert sie sich hervorragend in das heimische Ökosystem und füllt die Blütenlücke im Oktober. Im Winter bieten die hohlen Stängel zudem potenziell Überwinterungsquartiere für kleine Insekten.
Die Neubelgische Aster wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kleinkinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen sollten. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen besteht bei den typischen herbstlichen Korbblüten kaum. Die Pflanze ist jedoch nicht für den Verzehr vorgesehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.27 m
Suche einen sonnigen Platz im Garten aus, damit die Aster ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, da die Art empfindlich auf längere Trockenheit reagiert.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November bei frostfreiem Boden.
Achte beim Pflanzen auf ausreichend Abstand, da sie buschig wächst.
Da sie Mykorrhiza-Partner (nützliche Bodenpilze) nutzt, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten.
Ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstände im späten Winter fördert die Vitalität im nächsten Jahr.
Zur Vermehrung kannst du die Wurzelstöcke im zeitigen Frühjahr einfach mit dem Spaten teilen.
Gute Partnerin: Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – beide teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden und bilden eine ökologisch wertvolle Gemeinschaft am feuchten Beetrand.
Die Neubelgische Aster gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sie sich in Mitteleuropa als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) etabliert und gilt in Deutschland als heimisch. Sie bevorzugt Standorte am Wasser oder auf feuchten Wiesen und zeichnet sich durch glatte, meist unbehaarte Stängel aus. Botanisch interessant ist ihre Symbiose mit AM-Mykorrhiza (bestimmte Bodenpilze, die den Nährstoffaustausch fördern). Als Aggregat (Artengruppe) umfasst sie verschiedene Unterarten und Zuchtformen, die morphologisch (in ihrer Gestalt) variieren.
1 Video zu Neubelgische Aster (Artengruppe)

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →