Bild folgtKI-generierte IllustrationLarix decidua
47
Arten
interagieren
54
Interaktionen
dokumentiert
31
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Europäische Lärche (Larix decidua) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie ist unser einziger heimischer Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln leuchtend goldgelb färbt und sie vor dem Winter komplett abwirft. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da ihre lockere Krone viel Licht für Unterpflanzungen durchlässt und sie zahlreichen spezialisierten Faltern als Lebensraum dient. So profitieren beispielsweise die Raupen des Nadelgehölz-Blütenspanners (Eupithecia abietaria) von ihren Zweigen. Auch Vögel wie der Grünfink (Chloris chloris) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Wenn du ausreichend Platz hast, schenkt dir dieser Baum eine wunderbare alpine Atmosphäre.
Goldener Herbstbote und wichtiger Lebensraum für spezialisierte Nachtfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Lärche ist eine wichtige Futterpflanze für eine Vielzahl von Nachtfaltern. Besonders die Raupen des Doppelzahnspanners (Odontopera bidentata) und der Erbseneule (Lacanobia oleracea) sind auf ihre Nadeln angewiesen. Auch die Saateule (Agrotis segetum) und der Zweibindige Nadelwald-Spanner (Hylaea fasciaria) nutzen den Baum als Kinderstube. Für die Vogelwelt ist die Lärche im Winter eine Rettung: Vögel wie der Grünfink (Chloris chloris) suchen in den Zapfen nach den nahrhaften Samen. Sogar der imposante Kiefernschwärmer (Sphinx pinastri) wird regelmäßig als Gast an diesem Baum beobachtet.
Die Europäische Lärche wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Harze und Nadeln bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder bei Verzehr Unwohlsein auslösen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Eiben-Baum (Taxus baccata), da die Lärche ihre Nadeln im Winter abwirft und sie in büscheligen Rosetten wachsen lässt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
34.89 m
Wähle unbedingt einen Standort in voller Sonne, da die Lärche als Lichtbaumart keinen Schatten verträgt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei sie Staunässe absolut nicht mag.
Da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger und gedeiht prächtig auf mageren Böden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
In den ersten Standjahren solltest du bei Sommertrockenheit regelmäßig gießen, bis die Pfahlwurzel tiefere Schichten erreicht.
Ein Rückschnitt ist im Garten nicht notwendig und würde die natürliche, etagenartige Wuchsform zerstören.
Plane genug Platz ein, da die Lärche im Laufe der Jahrzehnte sehr hoch und breit werden kann.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) eignet sich hervorragend als Unterpflanzung.
Beide bevorzugen eher saure, magere Bodenverhältnisse und ergänzen sich ökologisch, da sie gemeinsam die Heidelbeereule (Anarta myrtilli) unterstützen.
Die Europäische Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch), vor allem in den Alpen und Karpaten. Als Lichtbaumart besiedelt sie in der Natur bevorzugt offene Pionierstandorte. Du erkennst sie an ihren charakteristischen Kurztrieben, an denen die Nadeln in weichen Büscheln angeordnet sind, und den kleinen, aufrecht stehenden Zapfen. Ihr Wuchs ist kegelförmig, wobei die Äste im Alter oft malerisch überhängen.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
31 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →