
Silene flos-cuculi
Auch bekannt als: Lychnis flos-cuculi subsp. flos-cuculi
44
Arten
interagieren
87
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den vierzipfeligen, tief geschlitzten rosa Blüten lässt sich die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) sofort erkennen. Sie ist ein unverzichtbares Element für naturnahe Gärten, da sie an feuchteren Standorten eine wichtige Nische füllt. Durch ihr Nektarangebot unterstützt sie spezialisierte Insekten wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Wenn du eine Stelle im Garten hast, die selten ganz austrocknet, ist diese Wildstaude die perfekte Wahl für dich. So schaffst du mit wenig Aufwand einen wertvollen Lebensraum für bedrohte Falterarten.
Filigraner Schmetterlingsmagnet: Die rosa Tankstelle für den Goldenen Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Kuckucks-Lichtnelke eine überaus wichtige Futterpflanze für verschiedene Tagfalter. Besonders der Kleiner Fuchs (Aglais urticae) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) nutzen die Blüte intensiv als Nektarquelle. Auch für Wildbienen wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) bietet sie wertvolle Nahrung. In der Landschaftspflege gilt sie zudem als Lebensnotwendigkeit für den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Im Winter bieten die vertrockneten Stängel Schutz für überwinternde Insektenlarven, während die Samenstände von Kleinvögeln zur Nahrungssuche genutzt werden.
Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) wird nach gärtnerischen Sicherheitsstandards als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Saponine (Seifenstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte daher darauf, sie außerhalb der direkten Reichweite spielender Kleinkinder zu pflanzen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen besteht bei Berücksichtigung der markanten Blütenform jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.46 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte "frisch" sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit benötigt und nie ganz austrocknen darf.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer benötigt sie einen normalen Gartenboden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt; eine zusätzliche Düngung ist meist nicht erforderlich.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann die Pflanze schwächen; lass die Stängel lieber stehen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Die Art erhält sich an geeigneten Standorten sehr gut durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerinnen sind die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) oder das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Diese heimischen Arten teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen die Lichtnelke optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Feuchtwiesen, Moore und Grabenränder, wobei sie kalkarme, aber nährstoffreiche Böden bevorzugt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten, oft rötlich angelaufenen Stängel und die charakteristischen, tief in vier schmale Zipfel geteilten Kronblätter aus. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 90 Zentimetern und bildet lockere, trugdoldige Blütenstände.
3 Videos zu Kuckucks-Lichtnelke



42 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_66032984
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