Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix cinerea
Auch bekannt als: Asch-Weide, saule cendré
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren mattgrünen Blättern, die auf der Unterseite weich und grau behaart sind, fällt die Grau-Weide (Salix cinerea) sofort auf. Dieser heimische Strauch ist ein unverzichtbares Element für deinen Naturgarten, da er als einer der ersten im Jahr wichtige Ressourcen bereitstellt. Besonders die Raupen des Braunen Bären (Arctia villica) und der Woll-Rindeneule (Acronicta leporina) finden hier ihre Lebensgrundlage. Wenn du ein feuchtes Plätzchen im Garten hast, kannst du mit dieser Weide aktiv zum Artenschutz beitragen. Schau doch mal, ob du ihr an einem sonnigen Standort Raum zur Entfaltung geben möchtest.
Unersetzliche Kinderstube für den Braunen Bären und seltene Weideneulen.
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Die ökologische Bedeutung der Grau-Weide ist kaum zu überschätzen, da sie als Kinderstube für zahlreiche Falter dient. Nach aktuellen Daten ist sie eine essentielle Raupenfutterpflanze für den Braunen Bär (Arctia villica) und die Woll-Rindeneule (Acronicta leporina). Auch spezialisierte Arten wie die Weideneule (Ipimorpha retusa), die Grüne Weideneule (Earias clorana) und der Gestreifte Harlekin (Cyclophora pendularia) sind auf sie angewiesen. Des Weiteren ernähren sich die Raupen des Wollraupenspinners (Eriogaster lanestris) und des Kleinen Weidenspinners (Clostera anachoreta) von ihren Blättern. Die frühen Blütenkätzchen sind zudem eine lebenswichtige erste Tankstelle für Insekten nach dem Winter.
Die Grau-Weide wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Zwar besteht keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, jedoch enthalten Weiden in ihrer Rinde Salicin und Gerbstoffe. Ein versehentlicher Verzehr größerer Mengen durch Kinder oder Haustiere kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen, weshalb du den Strauch nicht direkt am Kinderspielplatz pflanzen solltest.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.46 m
Die Grau-Weide ist recht anspruchslos, sofern die Wasserversorgung stimmt.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Ideal ist ein dauerfeuchter Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler, nicht zu trockener Gartenerde bestens zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie sehr schnittverträglich ist, kannst du sie bei Bedarf im Spätwinter einkürzen.
Vermehrung: Stecke im Vorfrühling einfach etwa 20 Zentimeter lange, verholzte Zweige direkt in die feuchte Erde – sie wurzeln meist problemlos an.
Kombinationsempfehlung: Ein wunderbarer Partner ist das Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide Arten lieben feuchte Standorte und das Mädesüß ergänzt die Weide mit seinen duftenden Blüten im Hochsommer, wenn die Weide ihr dichtes Laubkleid trägt.
Die Grau-Weide (Salix cinerea) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sie besiedelt natürlicherweise feuchte Standorte wie Bruchwälder (sumpfige Waldgebiete) oder Uferbereiche. Charakteristisch ist ihr mehrstämmiger Wuchs als Strauch, der selten über sechs Meter hoch wird, und ihre Ausbildung einer Ektomykorrhiza (EM). Bei dieser Symbiose umschließen Pilzfäden die Wurzelspitzen wie einen Mantel und unterstützen die Pflanze bei der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen.
3 Videos zu Grau-Weide



14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
27 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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