Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa canina
Auch bekannt als: Hagrose, rosier des chiens, Hagerose
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Hunds-Rose (Rosa canina) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihre kräftigen, bogig überhängenden Triebe und die zarten, fünfblättrigen Blüten in Weiß oder Blassrosa. Als heimisches Wildgehölz bietet sie wertvollen Lebensraum für spezialisierte Insekten wie den Ringelspinner (Malacosoma neustria) oder die Erbseneule (Melanchra pisi). Die leuchtend roten Hagebutten dienen im Winter als wichtige Energiequelle für unsere Standvögel. Mit dieser Rose schaffst du ein robustes Rückgrat für deinen Naturgarten, das fast ohne Pflege auskommt. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses Gehölz das ganze Jahr über anzieht.
Robuste Heckenkönigin: Raupenfutter für den Ringelspinner und sichere Vogelburg.
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In der Blütezeit von April bis Juli ist die Rose ein Magnet für pollenfressende Insekten. Nach aktuellen Daten ist sie eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge wie den Gelben Rosen-Bindenspanner (Cidaria fulvata), den Buchen-Zahnspinner (Notodonta dromedarius) und den Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata). Auch der Zweistreifige Mondfleckspanner (Selenia dentaria) und der Graue Herbst-Labkrautspanner (Epirrita christyi) profitieren von ihr. Im Winter bieten die Hagebutten eine lebensnotwendige Fett- und Vitaminquelle für Vögel, während das dichte Dornendickicht sichere Nistplätze vor Nesträubern garantiert.
Die Hunds-Rose ist aufgrund ihrer kräftigen Stacheln nicht kindersicher und sollte nicht direkt an schmalen Spielwegen stehen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten; die Früchte sind ungiftig und essbar, enthalten jedoch im Inneren Nüsschen mit feinen Härchen, die bei Hautkontakt Reizungen auslösen können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.96 m
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Rose ihre volle Blütenpracht und die wertvollen Früchte entwickeln kann.
Boden : Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden bestens zurecht, sofern dieser frisch (mäßig feucht) ist.
Pflanzzeit : Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege : Die Pflanze ist extrem robust und geht eine VAR-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen) ein, die sie widerstandsfähig macht.
Schnitt : Ein radikaler Rückschnitt ist selten nötig; das Auslichten alter Triebe alle paar Jahre reicht völlig aus.
Vermehrung : Im Hausgarten gelingt die Vermehrung am einfachsten über Steckhölzer im späten Herbst.
Kombination : Gute Partner sind der Weißdorn (Crataegus monogyna) oder der Schlehdorn (Prunus spinosa) – diese heimischen Sträucher teilen den Standortanspruch und bilden zusammen eine ökologisch unschlagbare Vogelschutzhecke.
Die Hunds-Rose (Rosa canina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Sie wächst bevorzugt an Waldrändern oder in Feldhecken und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor dem Jahr 1492 bei uns vorkam) fest in der Kulturlandschaft verankert. Typisch sind die wechselständigen, gefiederten Blätter und die kräftigen, hakenförmig gekrümmten Stacheln. Ihr Wuchs ist locker-strauchig und erreicht oft Höhen von zwei bis drei Metern.
2 Videos zu Hunds-Rose


38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
20 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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