Bild folgtKI-generierte IllustrationPentaglottis sempervirens
Auch bekannt als: Ausdauernde Ochsenzunge, Spanische Ochsenzunge, Grüne Ochsenzunge
30
Arten
interagieren
71
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Immergrüne Fünfzunge einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren intensiv blauen Blüten, die in der Mitte fünf weiße Erhebungen tragen, und den rau behaarten Blättern ist sie unverwechselbar. Diese Art ist ein Gewinn für schattige Gartenbereiche, da sie im Mai eine wichtige Brücke im Nahrungsangebot schließt. Besonders die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) profitieren von ihrem Nektar. Da sie wintergrün bleibt, bietet sie auch in der kalten Jahreszeit Struktur. Hast du schon einen Platz für diesen robusten Gast?
Blaues Blütenwunder im Schatten: Ein Festmahl für die Schneckenhausbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Fünfzunge eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten. Zu den regelmäßigen Gästen zählen die Distel-Wespenbiene (Nomada fabriciana) und die seltene Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor). Auch die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Angebot im Wonnemonat Mai. Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (spezielle Pilz-Wurzel-Verbindung) nutzt, fördert sie die Bodengesundheit und das unterirdische Netzwerk in deinem Garten, was wiederum anderen heimischen Gewächsen zugutekommt.
Die Immergrüne Fünfzunge ist als nicht kindersicher eingestuft. Die borstigen Haare an Blättern und Stängeln können bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte unbedingt vermieden werden, weshalb sie in Gärten mit spielenden Kleinkindern außerhalb deren Reichweite stehen sollte.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Bevorzugt wird der Halbschatten (Lichtverhältnisse mit zeitweiser direkter Besonnung).
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, sofern der Boden offen ist.
Düngung: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, solltest du auf chemische Dünger verzichten, um die Bodenbiologie nicht zu stören.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht, versamt sich aber gerne selbst, wenn man die verblühten Triebe nicht entfernt.
Partner: Gute Nachbarn sind der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) oder die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum). Beide sind heimisch, teilen den Standortanspruch an nährstoffreichen Halbschatten und fördern gemeinsam ein stabiles Ökosystem.
Die Immergrüne Fünfzunge (Pentaglottis sempervirens) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). In Deutschland und der Schweiz ist sie als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) bekannt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Gebüschränder, wobei sie bevorzugt auf nährstoffreichen Böden wächst. Auffällig ist der borstige Charakter der gesamten Pflanze, ein typisches Merkmal ihrer Familie, das ihr hilft, sich vor Verdunstung und Fraßfeinden zu schützen. Sie bildet kräftige Horste (dicht zusammenstehende Pflanzengruppen) aus.
3 Videos zu Immergrüne Fünfzunge



26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →