Bild folgtKI-generierte IllustrationCytisus scoparius
Auch bekannt als: Sarothamnus scoparius
63
Arten
interagieren
93
Interaktionen
dokumentiert
31
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Gewöhnliche Besenginster (Cytisus scoparius) durch seine rutenartigen, kantigen grünen Zweige und die leuchtend gelben Schmetterlingsblüten, die im Mai und Juni fast den gesamten Strauch einhüllen. Er ist ein unverzichtbarer Baustein für die Artenvielfalt, da er als spezialisierte Kinderstube für die Raupen zahlreicher Falter dient. Besonders der Heide-Gelbspanner (Isturgia limbaria) und der Schlehenspanner (Angerona prunaria) finden hier ihre Lebensgrundlage. Mit diesem Strauch schaffst du eine wertvolle Struktur in deinem Garten, die auch im Winter durch die grünen Triebe Farbe zeigt. Wenn du einen sonnigen, eher kargen Standort hast, wirst du viel Freude an dieser robusten, heimischen Art haben.
Die goldgelbe Wiege für den Heide-Gelbspanner und acht weitere Falterarten.
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Für die heimische Insektenwelt ist dieser Strauch eine Schlüsselspezies. Nach aktuellen Daten dient er als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze für acht spezialisierte Falterarten, darunter die Grasglucke (Lasiocampa trifolii) und die Erbseneule (Ceramica pisi). Auch der Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata), die Ginster-Graseule (Chesias legatella) und der Gebüsch-Grünspanner (Jodis lactearia) nutzen ihn zur Aufzucht ihrer Nachkommen. Die Blüten besitzen einen speziellen Klappmechanismus, der nur von kräftigen Bestäubern wie Hummeln ausgelöst werden kann. Im Winter bieten die verholzten Strukturen Schutz für überwinternde Insekten.
Der Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher. Er enthält Alkaloide wie Spartein, die Kreislaufbeschwerden verursachen können. Eine Verwechslung mit dem ebenfalls gelb blühenden, aber dornigen und kleineren Färber-Ginster (Genista tinctoria) ist möglich, der Besenginster bleibt jedoch durch seine markanten, rutenförmigen Zweige ohne Dornen erkennbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.35 m
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne.
Boden: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) bevorzugt er magere, eher saure Erden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe verträgt die Pflanze jedoch nicht.
Pflanzzeit: Setze den Ginster von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein leichter Rückschnitt der jungen Triebe direkt nach der Blüte fördert einen dichten Wuchs. Vermeide Schnitte ins alte Holz, da er dort kaum neu austreibt.
Vermehrung: Er vermehrt sich im Garten zuverlässig durch Samen, die aus den reifen Hülsen springen.
Kombinationspartner: Eine gute Nachbarin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und magere Böden, wobei sie gemeinsam ein stabiles ökologisches Gefüge bilden.
Der Besenginster gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch). Er besiedelt typischerweise Waldränder, Heideflächen und Kahlschläge, wobei er kalkarme Böden bevorzugt. Morphologisch auffällig sind die rutenförmigen Zweige, die auch im blattlosen Zustand Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) betreiben können. Die Pflanze erreicht meist Wuchshöhen von ein bis zwei Metern und ist ein Pioniergehölz, das Rohböden schnell besiedelt.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
31 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →