Bild folgtKI-generierte IllustrationBrassica rapa
Auch bekannt als: Ölrübsen
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Rübsen (Brassica rapa) an seinen leuchtend gelben Blütenständen, die ab Mai in typischer Kreuzform erscheinen und weithin sichtbar sind. Als wertvoller Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde und nun heimisch ist) bereichert er die Artenvielfalt in deinem Garten enorm. Er dient dem Aurorafalter (Anthocharis cardamines) als unverzichtbare Raupenfutterpflanze und lockt Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) an. Wenn du ein Herz für Insekten hast, ist diese Pflanze ein idealer Startpunkt für eine natürliche Ecke. Probiere es einfach mal an einem sonnigen Platz aus, die Natur wird es dir danken.
Wichtige Kinderstube für den Aurorafalter und Kraftquelle für Sandbienen.
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Der ökologische Wert des Rübsen ist herausragend, da er als wichtige Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) dient. Auch als Nektarquelle ist er begehrt: Die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besuchen ihn regelmäßig. Sogar spezialisierte Arten wie der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) und die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) profitieren von seinem Vorhandensein. Wenn du die Samenstände über den Winter stehen lässt, bietest du heimischen Vögeln zudem eine wertvolle Futterquelle in der nahrungsarmen Zeit. So wird dein Garten zu einem kleinen Trittsteinbiotop für bedrohte Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.67 m
Standort : Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden : Der Rübsen ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit : Er gedeiht am besten auf frischem Untergrund, was einer mäßig feuchten Erde entspricht.
Pflanzzeit : Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege : Da er viel Energie benötigt, empfiehlt sich eine Gabe Kompost beim Einpflanzen oder im zeitigen Frühjahr.
Vermehrung : Wenn du die Fruchtstände ausreifen lässt, versamt sich die Pflanze an geeigneten Stellen zuverlässig selbst.
Wuchs : Gib ihm etwas Raum, da er kräftig austreibt und Platz für seine Blütenstände benötigt.
Besonderheit : Ein Rückschnitt sollte erst erfolgen, wenn die Samen für die Vögel im Winter nicht mehr attraktiv sind.
Kombinationsempfehlung : Eine ideale Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen das Bedürfnis nach nährstoffreichen Standorten und sonnigen Plätzen, wobei die Schafgarbe die Insektenvielfalt nach der Rübsen-Blüte im Hochsommer weiter unterstützt.
Der Rübsen (Brassica rapa) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte und ist als NM-Typ (nicht-mykorrhizierend) bekannt, was bedeutet, dass er keine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen eingeht. Morphologisch zeichnet er sich durch seine leuchtend gelben Blüten und die oft blaugrün bereiften, stängelumbassenden Blätter aus. In der Roten Liste Deutschlands wird er aktuell geführt, was seine Bedeutung für den Erhalt der regionalen Flora unterstreicht.
63 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →