Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica arvensis
Auch bekannt als: véronique des champs
26
Arten
interagieren
165
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Feld-Ehrenpreis an seinen winzigen, himmelblauen Blüten, die versteckt in den oberen Blattachseln sitzen, und seinem zierlichen, behaarten Wuchs. Diese Pflanze ist ein unauffälliger, aber wertvoller Gast im Naturgarten, da sie besonders Vögeln der offenen Landschaft als wichtige Futterquelle dient. So schätzen beispielsweise der Bluthänfling (Linaria cannabina) und die Ringeltaube (Columba palumbus) die kleinen Samen als nahrhafte Kost. Auch die Feldwespe (Polistes) lässt sich regelmäßig an den Blüten beobachten, während sie den Garten nach Nahrung absucht. Wenn du dieses kleine Kraut in deinen Beeten entdeckst, darfst du dich freuen: Es ist ein Zeichen für einen lebendigen, ökologisch wertvollen Gartenboden.
Kleine Blüte, große Hilfe: Ein achtmonatiges Buffet für Feldwespe und Singvögel.
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Der ökologische Wert des Feld-Ehrenpreises liegt vor allem in seiner Funktion als Nahrungsquelle für die lokale Tierwelt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er von der Feldwespe (Polistes) als Blütenbesucher genutzt. Besonders bedeutsam sind die Samen für verschiedene Vogelarten: Sowohl die Ringeltaube (Columba palumbus) als auch der Bluthänfling (Linaria cannabina) und die Feldlerche (Alauda arvensis) suchen die Bestände gezielt nach Futter ab. Am Boden bietet die Pflanze zudem einen Lebensraum für den Rotbeinigen Feldlaufkäfer (Nebria brevicollis). Da die Blütezeit von März bis Oktober reicht, stellt die Art über einen außergewöhnlich langen Zeitraum Ressourcen für das Ökosystem bereit.
Bitte beachte, dass der Feld-Ehrenpreis laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er keine bekannten schweren Vergiftungen verursacht, ist im Umfeld kleiner Kinder Vorsicht geboten. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen kleinen, blauen Blüten und der herzförmigen Früchte kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Suche für den Feld-Ehrenpreis einen vollsonnigen Platz aus, da er viel Licht für seine Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen, nicht zu trockenen Gartenerde entspricht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt er ohne zusätzliche Düngergaben in gewöhnlichem Boden bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Da die Art einjährig ist, vermehrt sie sich am sichersten durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Eine besondere Wurzelgemeinschaft, die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), hilft der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme.
Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die Pflanze nach der Blüte einfach stehen, damit die Samen ausreifen können.
Die Pflege beschränkt sich darauf, den Boden mäßig feucht zu halten und die Pflanze nicht durch zu dichte Bepflanzung zu unterdrücken.
Gute Partnerin: Das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige, offene Stellen und fördern gemeinsam die Vielfalt der Begleitflora.
Der Feld-Ehrenpreis (Veronica arvensis) gehört zur Gattung der Ehrenpreise und ist in unserer Region als Indigen oder Archäophyt (eine bereits vor langer Zeit eingewanderte Pflanzenart) fest etabliert. Er besiedelt als einjährige Pflanze bevorzugt offene Bodenstellen auf Äckern oder in Gärten und gilt laut der Roten Liste als ungefährdet. Typisch für die Art sind die herzförmigen, flach zusammengedrückten Kapselfrüchte, die sich nach der langen Blütezeit entwickeln. Er bevorzugt sonnige Standorte und kommt sowohl in Deutschland, Österreich als auch in der Schweiz natürlich vor.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →