Bild folgtKI-generierte IllustrationTanacetum parthenium
Auch bekannt als: grande camomille, Fieberkraut, Zierkamille
36
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) an seinen kleinen, kamillenähnlichen Blüten mit weißem Kranz und gelber Mitte sowie den hellgrünen, tief eingeschnittenen Blättern, die einen sehr intensiven, würzigen Duft verströmen. In deinem Naturgarten spielt die Pflanze eine wichtige Rolle als verlässliche Futterquelle im Hochsommer. Besonders die Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus) und Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) profitieren von dem Angebot an Pollen und Nektar. Obwohl die Art ursprünglich ein Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanze) ist, fügt sie sich hervorragend in ökologische Pflanzungen ein. Du wirst sehen, dass diese robuste Art mit minimalem Aufwand viel Leben in deine Beete bringt.
Robuster Korbblütler: Die wichtigste Sommer-Tankstelle für die Buckel-Seidenbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Mutterkraut eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Insektenarten. Besonders hervorzuheben ist die Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus), die gezielt die Korbblüten ansteuert. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Nektarangebot in den Monaten Juni und Juli. Neben Bienen und Faltern finden sich häufig verschiedene Käferarten ein, darunter der Schmalbock (Lepturinae) und der Halskäfer, die auf den Blüten nach Nahrung suchen. Da die Pflanze reichlich Samen bildet, bietet sie nach der Blütezeit eine strukturelle Bereicherung für das Garten-Ökosystem, auch wenn keine spezifischen Vogeldaten vorliegen.
Das Mutterkraut ist als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit den Blättern bei empfindlichen Personen Kontaktallergien oder Hautreizungen hervorrufen kann. Es besteht eine optische Ähnlichkeit zur Echten Kamille, jedoch ist das Mutterkraut durch seinen intensiven, herben Geruch und die eher buschige Wuchsform gut unterscheidbar. Wegen der enthaltenen Bitterstoffe sollte die Pflanze nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für das Mutterkraut einen Platz in der vollen Sonne, damit es seine volle Blütenpracht entfalten kann.
Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass die Erde eine mäßige, gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen sollte.
Da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie einen nährstoffreichen oder fetten Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen und frostfrei ist.
Eine Düngung mit Kompost im Frühjahr unterstützt das kräftige Wachstum.
Um die Selbstaussaat zu regulieren, kannst du die verblühten Stängel nach der ersten Blüte im Juli zurückschneiden.
Die Vermehrung gelingt sehr einfach durch Aussaat oder durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Da die Pflanze kurzlebig ist, solltest du immer einige Sämlinge stehen lassen, um den Bestand zu sichern.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Begleiterin.
Beide teilen sich den Standortanspruch an sonnige, nahrhafte Böden und ergänzen sich ökologisch in ihrer Anziehungskraft für Schwebfliegen und Wildbienen.
Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb dieser Gruppe eng mit dem Rainfarn verwandt. Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, ist es heute in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz als beständiger Neophyt weit verbreitet. Die Pflanze wächst buschig-aufrecht und erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern. Typisch für die Morphologie (äußere Gestalt) sind die doldenartigen Blütenstände, die sich aus zahlreichen kleinen Einzelblüten zusammensetzen.
29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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