Bild folgtKI-generierte IllustrationSonchus oleraceus
Auch bekannt als: Gemeine Gänsedistel, Gemüse-Gänsedistel, laiteron maraîcher
40
Arten
interagieren
229
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) durch ihre hellgelben Blütenkörbchen und die weichen, tief gezackten Blätter auf. Diese Pflanze ist weit mehr als ein gewöhnliches Gartenkraut; sie dient als lebenswichtige Raupennahrung für den Braunen Bär (Arctia caja). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) finden hier eine verlässliche Energiequelle in den Sommermonaten. In deinem Naturgarten hilft sie dabei, die Artenvielfalt auf nährstoffreichen Böden zu stabilisieren und bietet Vögeln im Winter wertvolle Samen. Traust du dich, dieses vitale Wildkraut als wertvolle Futterpflanze für unsere heimische Fauna neu zu entdecken?
Wichtige Kinderstube für den Braunen Bären und Winterfutter für Grünfinken.
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Für die Tierwelt ist die Kohl-Gänsedistel eine wertvolle Bereicherung. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) die Blüten gezielt als Nektarquellen an. Von besonderer Bedeutung ist sie für die Raupen der Grauen herbst-Eule (Antitype chi) und des prächtigen Braunen Bären (Arctia caja), die auf die Blätter als Futter angewiesen sind. Auch Wildbienen wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) nutzen das Pollenangebot. Im Winter wandelt sich die Distel zur Futterstation für Vögel: Der Grünfink (Carduelis chloris) pickt dann mit Vorliebe die energiereichen Samen aus den trockenen Köpfen.
Die Kohl-Gänsedistel wird als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Dies liegt primär an dem enthaltenen weißen Milchsaft, der bei Kontakt mit empfindlicher Haut leichte Reizungen hervorrufen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht in hiesigen Gärten kaum, dennoch ist beim Hantieren mit verletzten Pflanzenteilen Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Standort: Die Pflanze bevorzugt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr nährstoffreichen, sogenannten fetten Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch sein, was einer mäßigen, gleichmäßigen Bodenfeuchte ohne Staunässe entspricht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Sie ist äußerst anspruchslos und benötigt keine zusätzliche Düngung, wenn der Boden bereits humusreich ist.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt über ihre flugfähigen Schirmchen-Samen meist selbst für Nachkommen.
Rückschnitt: Ein Stehenlassen über den Winter ist ökologisch sinnvoll, um Vögeln Nahrung zu bieten.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Echte Beinwell (Symphytum officinale) – beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Standorte und ergänzen sich hervorragend als Insektenweiden.
Die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor langer Zeit eingeführt wurde) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebaute Flächen mit Schutt oder Schuttböden) und nährstoffreiche Gartenbeete. Typisch für diese Art ist der hohle Stängel, der bei Verletzung einen weißen Milchsaft absondert. Die Blätter umschließen den Stängel mit spitzen Öhrchen, was sie botanisch sicher von anderen Gänsedisteln unterscheidbar macht.
29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →