Bild folgtKI-generierte IllustrationUlmus glabra
76
Arten
interagieren
88
Interaktionen
dokumentiert
62
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Berg-Ulme (Ulmus glabra) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren sehr rauen, großen Blättern, die an der Basis auffällig schief verwachsen sind, ist sie haptisch wie optisch einzigartig. Dieser imposante Laubbaum ist ein ökologisches Schwergewicht, da er als wichtige Raupenfutterpflanze für Falter wie den Gelbspanner (Opisthograptis luteolata) oder den Ringelspinner (Malacosoma neustria) dient. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle des kühlen Schattenspenders und fördert aktiv die Artenvielfalt heimischer Insekten. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, schaffst du mit ihr ein wertvolles Stück Urwüchsigkeit. Du tust der Natur einen großen Gefallen, indem du dieser bedrohten Baumart eine sichere Heimat gibst.
Unverzichtbare Kinderstube für Ringelspinner und edler Schattenspender.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten ist die Berg-Ulme ein bedeutender Lebensraum für spezialisierte Insekten. Sie dient als essenzielle Raupenfutterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten, darunter die Nonne (Lymantria monacha), der Ringelspinner (Malacosoma neustria) und der Gelbspanner (Opisthograptis luteolata). Auch seltenere Arten wie der Eckflügel-Bindenspanner (Ennomos quercinaria) und die Rötliche Kätzcheneule (Agrochola helvola) sind auf sie angewiesen. Das Holz der Ulme beherbergt zudem spezialisierte Käferarten wie den Kopfhornschröter (Sinodendron cylindricum) oder den seltenen Diplocoelus fagi (Chevrolat, 1837). Sogar der Gemeine Nutzholzborkenkäfer findet hier eine ökologische Nische, die wiederum Vögeln als Futterquelle dient.
Die Berg-Ulme wird in Bezug auf die Gartennutzung als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle wie bei klassischen Giftpflanzen bekannt sind, solltest du bei kleinen Kindern Vorsicht walten lassen. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Bäumen besteht aufgrund der markanten, rauen Blätter jedoch nicht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
31.75 m
Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten, da die Berg-Ulme kühle, luftfeuchte Plätze bevorzugt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) sehr nährstoffreich und tiefgründig sein.
Eine Pflanzung ist idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November möglich, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Achte auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders in trockenen Sommern, da sie empfindlich auf Wassermangel reagiert.
Eine Düngung ist im naturnahen Garten meist nicht nötig, sofern du im Herbst das eigene Laub als natürlichen Mulch unter dem Baum belässt.
Aufgrund ihrer stattlichen Wuchshöhe solltest du einen Grenzabstand von mehreren Metern einplanen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die im Frühsommer herabfallenden Flugsamen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) – beide teilen die Vorliebe für frische, fetter Böden (nährstoffreiche Erde) und ergänzen sich hervorragend in einer natürlichen Heckenstruktur.
Die Berg-Ulme (Ulmus glabra) gehört zur Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) und ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Baumart. Als Indigen (ursprünglich in der Region beheimatete Art) besiedelt sie bevorzugt Schluchtwälder und feuchte Berghänge. Ein charakteristisches Merkmal ist die Blattspitze, die oft drei Spitzen aufweist, sowie die asymmetrische Blattbasis. Trotz des europaweiten Ulmensterbens ist sie in Gebirgslagen noch häufiger anzutreffen als ihre Verwandten im Flachland.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
62 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →