Bild folgtKI-generierte IllustrationErigeron karvinskianus
Auch bekannt als: Stachelspitziges Berufkraut, Mauer-Gänseblümchen, Karwinsky-Berufkraut, Spanisches Gänseblümchen
25
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind beim Mexikanischen Berufkraut die unzähligen, gänseblümchenartigen Blütenköpfe, die beim Aufblühen reinweiß leuchten und sich später über Rosa bis hin zu einem kräftigen Violett verfärben. In Deinem Naturgarten übernimmt die Pflanze eine wichtige Rolle als ausdauernde Nektarquelle für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) steuert die farbenfrohen Kissen regelmäßig an. Durch ihre Vorliebe für Mauerspalten und Steinfugen belebt sie Bereiche, in denen andere Pflanzen kaum Fuß fassen. Wenn Du nach einer robusten Lösung für sonnige Trockenmauern suchst, ist diese Art genau die richtige Wahl. Du wirst schnell bemerken, wie viel Leben sie auf kleinem Raum in Deinen Garten bringt.
Blütenwunder für Mauerspalten: Ein Magnet für Scheckenfalter und Weißlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein wichtiger Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Scheckenfaltern. Unter anderem profitieren der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Rötliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) von dem Nektarangebot. Auch für spezialisierte Arten wie den Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) oder Melitaea aetherie ist sie eine wertvolle Ressource. Neben Tagfaltern nutzt der Nachtfalter Udea ferrugalis die Blüten als Energiequelle. Da die Pflanze über Monate hinweg neue Knospen bildet, stellt sie die Versorgung der Insekten über einen langen Zeitraum sicher. Im Winter bieten die verblühten Stängel Struktur und Nahrung für Vögel.
Bitte beachte, dass das Mexikanische Berufkraut nicht als kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden, da dies bei Kindern oder Haustieren zu Unverträglichkeiten führen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in vergleichbaren Lebensräumen wie Stein- oder Mauergärten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.35 m
Wähle für das Berufkraut einen vollsonnigen Platz auf eher magerem Boden aus.
Die Erde sollte gut durchlässig sein, da die Pflanze empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) reagiert.
Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November einpflanzen.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung frostfrei und bearbeitbar ist.
Dank der Mykorrhiza (Pilzsymbiose) benötigt sie nach dem Anwachsen kaum zusätzlichen Dünger.
Gieße nur bei langanhaltender Trockenheit, da sie sehr widerstandsfähig gegenüber Hitze ist.
Ein Rückschnitt der alten Triebe erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr vor dem neuen Austrieb.
Die Pflanze vermehrt sich durch Selbstaussaat, was in naturnahen Gärten für ein charmantes Bild sorgt.
Sei beim Jäten achtsam, damit Du die feinen jungen Sämlinge in den Fugen nicht versehentlich entfernst.
Eine ideale Partnerin ist die heimische Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia).
Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Mauern und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Pflanzengesellschaft.
Diese Kombination fördert die Vielfalt der Blütenbesucher und sorgt für eine lange Blütezeit.
Das Mexikanische Berufkraut (Erigeron karvinskianus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Obwohl es seinen Ursprung in Mittelamerika hat, wird es in der Datenbank für die Regionen Deutschland, Österreich und die Schweiz als heimisch geführt. Es besiedelt bevorzugt trockene und warme Standorte, insbesondere Steinritzen und Fugen. Die Pflanze wächst buschig-überhängend und bildet feine, verzweigte Triebe mit schmalen Blättern. Ein besonderes Merkmal ist die Symbiose mit einer arbuskulären Mykorrhiza (AM, eine Form der Wurzelpilze), die der Pflanze hilft, auch unter kargen Bedingungen Nährstoffe effizient aufzunehmen.
22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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