
Malva moschata
Auch bekannt als: mauve musquée, Indische Hibiscus-Malve
29
Arten
interagieren
102
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Moschus-Malve (Malva moschata) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre zartrosa, seidig glänzenden Blüten und die tief eingeschnittenen Blätter sind unverwechselbar. Diese heimische Staude ist ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da sie von Juni bis August eine verlässliche Anlaufstelle für Insekten bietet. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) profitieren von ihrem Nektarangebot. Da sie auch mit Trockenheit bestens zurechtkommt, ist sie eine pflegeleichte Bewohnerin für sonnige Beete. Wenn du ein Herz für Wildbienen hast, solltest du dieser Malve einen Platz in deinem Garten schenken.
Duftender Insektenmagnet: Die robuste Wildstaude für sonnig-trockene Plätze.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Moschus-Malve eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insektengruppen. Besonders hervorzuheben ist der Besuch durch die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera), die hier reichlich Nektar finden. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) fliegen die rosa Blüten regelmäßig an. Für Käfer wie den Schmalbock (Lepturinae) bietet die Pflanze eine wertvolle Pollenquelle während der Sommermonate. Durch ihre Mykorrhizierung (Pilz-Wurzel-Symbiose) trägt sie zudem zur Gesundheit des Bodenökosystems bei. In den Wintermonaten dienen die verbleibenden Samen als wichtige Nahrung für heimische Vögel.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Pflanzen. Da die Moschus-Malve in Fachdatenbanken jedoch explizit als nicht kindersicher eingestuft wird, sollte sie vorsorglich nicht direkt in Spielbereichen von Kleinkindern gepflanzt werden. Die Pflanze gilt ansonsten als weitgehend unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Pflanze viel Licht für ihre Blütenentwicklung benötigt.
Der Boden sollte trocken bis mäßig frisch sein; Staunässe verträgt sie überhaupt nicht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler, nicht zu stark gedüngter Gartenerde bestens zurecht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich; eine Gabe Kompost im Frühjahr reicht völlig aus.
Sie lebt in Symbiose mit einer AM-Mykorrhiza (einer Form von Wurzelpilzen), was ihr hilft, Wasser und Nährstoffe effizient aufzunehmen.
Verblühte Stängel kannst du im August zurückschneiden, um eine Nachblüte anzuregen.
Lasse im Herbst jedoch einige Samenstände für die Tierwelt stehen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Selbstaussaat, ohne dass die Pflanze lästig wird.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Begleiterin, da beide ähnliche Standortansprüche teilen und sich in der Blütezeit wunderbar ergänzen.
Die Moschus-Malve (Malva moschata) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) in der Ordnung der Malvenartigen (Malvales). Sie ist in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst trockene Magerwiesen und sonnige Wegränder. Ein besonderes Merkmal ihrer Morphologie (Formenlehre) ist die Heterophyllie: Während die unteren Blätter rundlich sind, zeigen sich die oberen Blätter fein fiederteilig und tief eingeschnitten.
21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_858178096
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →