Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum perforatum
Auch bekannt als: Echtes Tüpfel-Johanniskraut, Johannisblut, Tüpfel-Johanniskraut, Jarsin, Echtes Tüpfel-Hartheu, Echtes Johanniskraut, Gemeines Johanniskraut, Blutkraut, Wundskraut, Tüpfeljohanniskraut, Walpurgiskraut, Elfenblut, Johanniskrautöl, Teufelsflucht, Konradskraut, Echt-Johanniskraut
78
Arten
interagieren
307
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum) an seinen leuchtend gelben Blüten und den namensgebenden, durchscheinenden Punkten auf den Blättern, die wie kleine Nadelstiche wirken. In deinem Naturgarten ist es eine unverzichtbare Art, da es gezielt von spezialisierten Wildbienen wie der Zweifarbigen Sandbiene (Andrena bicolor) angeflogen wird. Auch der Grüne Blütenspanner (Chloroclystis v-ata) profitiert, da seine Raupen an der Pflanze Nahrung finden. Mit dieser robusten Art holst du dir eine ökologisch wertvolle Pflanze direkt ans Haus. Wenn du sie pflanzt, machst du alles richtig für die heimische Artenvielfalt.
Goldgelbe Pollentankstelle für vier Sandbienen-Arten und den Blütenspanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Tüpfel-Hartheu eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Sandbienen. Besonders die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor), die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena flavipes) und die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen das Angebot. Mit einer Pollenmasse von 0,5 mg pro Blüte liefert die Pflanze eine solide Nahrungsgrundlage. Die Kronröhrentiefe (Abstand zum Blüteninneren) von nur 1,0 mm ermöglicht vielen Insekten einen leichten Zugang. Zudem ist sie die exklusive Raupenfutterpflanze für den Grünen Blütenspanner (Chloroclystis v-ata). Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als natürliche Futterquelle für Vögel.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie Stoffe enthält, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Bei direktem Kontakt und anschließender Sonneneinstrahlung sind Hautreizungen möglich. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei Beachtung der punktierten Blätter nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.46 m
Kronröhre
1 mm
Pollen
0.5 mg/Blüte
Wähle einen Standort in voller Sonne, damit sich die Pflanze kräftig entwickelt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und über einen normalen Nährstoffgehalt verfügen (Mittelzehrer).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Als robuste Art benötigt sie nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Pflege oder Düngergaben.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen, um Insekten einen geschützten Platz zu bieten.
Ein Rückschnitt der alten Triebe erfolgt erst im zeitigen Frühjahr kurz vor dem neuen Austrieb.
Die Vermehrung ist unkompliziert über die Aussaat der Samen oder durch Teilung des Wurzelstocks möglich.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) passt hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an Licht und Boden stellen und gemeinsam eine wertvolle Wiesen-Gemeinschaft bilden.
Das Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum) gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Es besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf frischen (mäßig feuchten) Böden und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf). Ein besonderes Merkmal ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen. Die Pflanze erreicht eine stattliche Höhe und ist durch ihre charakteristischen Öldrüsen in den Blättern zweifelsfrei zu identifizieren.
71 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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