Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena rosae Panzer, 1801
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Du erkennst die Bärenklau-Sandbiene (Andrena rosae) an ihrer Vorliebe für großflächige Doldenblüten und ihrem emsigen Flugverhalten in der Sommersonne. Diese Wildbiene ist bei uns heimisch und bringt pro Jahr eine Generation hervor, die ausschließlich im Juni aktiv ist. Auffällig ist ihre Spezialisierung: Als oligolektische (auf wenige Pollenquellen spezialisierte) Art sammelt sie fast nur an Doldenblütlern. In deinem Garten besucht sie im Juni bevorzugt den Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium), den Berg-Engelwurz oder das Feld-Mannstreu (Eryngium campestre). Ihre Larven ernähren sich in unterirdischen Gängen von einem Mix aus Nektar und Pollen, den das Weibchen mühsam zusammenträgt. Du kannst diese Art fördern, indem du heimische Wildkräuter wie das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) oder das Mädesüß (Filipendula ulmaria) stehen lässt. Da sie im Boden nistet, sind offene Bodenstellen und ein Verzicht auf Pestizide lebenswichtig. Den Winter verbringt der Nachwuchs tief in der Erde in einer Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels), um erst im nächsten Frühsommer zu schlüpfen.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbewohner. Da sie keinen Staat verteidigt, zeigt sie keinerlei aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder Haustieren. Du kannst sie bedenkenlos aus der Nähe beobachten, ohne eine Stichgefahr befürchten zu müssen.
Die Bärenklau-Sandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Sie führt eine solitäre (einzelgängerische) Lebensweise und gräbt ihre Nester selbstständig in sandige oder lehmige Böden. Mit einer Körpergröße von etwa 10 bis 13 Millimetern ähnelt sie oberflächlich einer kleinen Honigbiene, ist jedoch an ihrer spezifischen Flugzeit im Juni und der Bindung an Doldenblütler erkennbar. Ihre ökologische Bedeutung liegt in der Bestäubung spezialisierter Wildpflanzen.
9 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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