Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella officinarum
Auch bekannt als: Hieracium pilosella subsp. trichoscapum
130
Arten
interagieren
306
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Zottige Habichtskraut (Pilosella officinarum) an seinen leuchtend gelben Zungenblüten und den charakteristischen, lang behaarten Blattrosetten. Für deinen Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler ein Gewinn, da er selbst auf kargen Flächen gedeiht und Insekten wie dem Kleinen Feuerfalter oder der Wiesen-Wespenbiene wertvolle Nahrung bietet. Die Pflanze bildet flache Teppiche und füllt Lücken an sonnigen Stellen, an denen sonst kaum etwas wächst. Wenn du einen pflegeleichten Bodendecker suchst, der die Artenvielfalt fördert, liegst du hier genau richtig. So machst du in deinem Garten alles richtig für die heimische Fauna.
Blühendes Gold für Trockenkünstler: Verlässliche Nahrung von Mai bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Habichtskraut eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Furchenbiene Lasioglossum cupromicans (Pérez, 1903) und die räuberische Wiesen-Wespenbiene. Auch Schmetterlinge besuchen die Blüten intensiv, darunter der Kleine Feuerfalter und der Kleine Fuchs. Für den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia (von Rottemburg, 1775)) stellt die Pflanze ebenfalls ein wichtiges Element im Lebensraum dar. Da die Blütezeit von Mai bis Oktober reicht, bietet sie über einen außergewöhnlich langen Zeitraum Nektar und Pollen an. Die dichten Blattmatten schützen zudem den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser).
Nach vorliegenden Daten wird das Zottige Habichtskraut (Pilosella officinarum) als nicht kindersicher eingestuft. Der enthaltene Milchsaft oder die feinen Härchen können bei direktem Kontakt empfindliche Haut reizen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht bei genauer Betrachtung der behaarten Rosetten und Ausläufer nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus. Das Habichtskraut benötigt maximale Lichtausbeute.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus) und bevorzugt trockene Untergründe.
Pflanzzeit: Setze junge Rosetten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Als Trockenkünstler benötigt die Pflanze keine zusätzlichen Wassergaben, sobald sie angewachsen ist.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze an kargen Standorten konkurrenzstärker ist.
Vermehrung: Sie erfolgt unkompliziert über die natürlichen Ausläufer oder Selbstaussaat.
Winter: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die Rosetten bleiben oft grün.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt.
Das Zottige Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Mager- und Trockenrasen (nährstoffarme, sonnige Wiesen). Morphologisch auffällig ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose der Wurzeln mit Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme. Die Pflanze breitet sich über oberirdische Ausläufer aus und bildet dichte Matten, was ihr hilft, offene Bodenstellen schnell zu besiedeln.
101 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
25 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →