Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex acetosella
Auch bekannt als: Kleiner Ampfer
9
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An den pfeilfoermigen Blaettern mit den charakteristischen, nach aussen gerichteten Spiessen am Blattgrund laesst sich der Kleine Sauer-Ampfer (Rumex acetosella) sofort erkennen. Er ist ein unverzichtbarer Spezialist fuer extrem karge und sandige Stellen im Garten, wo kaum etwas anderes gedeiht. Fuer den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist er als Raupenfutterpflanze ueberlebenswichtig, ebenso profitiert das Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices) von seinem Vorkommen. Wenn du eine trockene, sonnige Ecke hast, die du bisher fuer 'zu schlecht' hieltest, ist diese Art genau richtig. Du hilfst damit aktiv, die Artenvielfalt auf mageren Standorten zu bewahren.
Spezialist fuer karge Boeden: Die wichtigste Nahrung des Kleinen Feuerfalters.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestaeubungs- und Fraßdaten ist diese Pflanze eine Schluesselart fuer heimische Falter. Sie dient als essentielle Raupenfutterpflanze fuer den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und den Kleespinner (Lasiocampa trifolii). Auch das Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices) und der Rotrandbär (Diacrisia sannio) sind fuer ihre Entwicklung auf diese Art angewiesen. Die Eule Eugnorisma depuncta nutzt sie ebenfalls zur Aufzucht ihrer Larven. In den Wintermonaten bieten die Samenstaende eine wichtige Nahrungsgrundlage fuer Voegel, die in der kargen Landschaft nach Koernern suchen.
Der Kleine Sauer-Ampfer ist nicht kindersicher. Aufgrund seines hohen Gehalts an Oxalsaeure sollte er nicht in groesseren Mengen verzehrt werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Großen Sauer-Ampfer (Rumex acetosa), der jedoch deutlich groessere Blaetter und einen kraeftigeren Wuchs besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Waehle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden muss trocken und ein Schwachzehrer-Standort sein (sehr magerer, naehrstoffarmer Boden).
Ergaenze schwere Boeden mit reichlich Sand, da die Art staunasse Erde nicht vertraegt.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Du musst die Pflanze nicht duengen; sie ist an Hungerkuenstler-Bedingungen angepasst.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine vorteilhafte Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, verbessert sie die Vitalitaet des Bodens auf natuerliche Weise.
Eine Vermehrung erfolgt durch die natuerliche Ausbreitung der Wurzelauslaeufer.
Schneide die verbluehten Staengel erst im Spaetwinter zurueck, um die Samen als Futterquelle zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide Arten teilen die Vorliebe fuer Sand-Magerrasen (trockene, sandige Wiesen) und bilden zusammen ein schoenes farbliches Zusammenspiel.
Der Kleine Sauer-Ampfer (Rumex acetosella) gehoert zur Familie der Knoeterichgewaechse (Polygonaceae). Er ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch und gilt als Indigen oder Archaeophyt (eine Art, die schon vor langer Zeit zu uns kam). Typisch fuer seinen Lebensraum sind stickstoffarme, saure Sand- und Schotterboeden. Morphologisch faellt er durch seine kriechenden Rhizome (unterirdische Auslaeufer) auf, die ihm helfen, lueckige Vegetationsflaechen schnell zu besiedeln, waehrend die Bluetenstaende in lockeren, roetlichen Rispen erscheinen.
3 Videos zu Kleiner Sauer-Ampfer



Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →