Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex erubescens
Auch bekannt als: Rumex erubescens
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Arten
An seinen rötlich überlaufenen Blattnerven und den kräftigen Stängeln lässt sich der Rötliche Ampfer (Rumex erubescens) sofort erkennen. Diese Pflanze ist weit mehr als nur ein Wiesenkraut; sie ist eine fundamentale Lebensgrundlage für spezialisierte Nachtfalter. Besonders die Raupen der Hausmutter (Noctua pronuba) und der Gold-Gelbeule (Xanthia togata) sind auf solche Ampferarten als Futterquelle angewiesen. Wer dem Ampfer eine Ecke im Garten zugesteht, fördert aktiv die Artenvielfalt der heimischen Insektenwelt. Du wirst staunen, wie viel Leben sich an den markanten Samenständen einfindet. Ein wunderbares Beobachtungsobjekt für alle, die das Zusammenspiel der Natur schätzen.
Wichtige Kinderstube für die Hausmutter und sieben weitere Nachtfalterarten.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Rötliche Ampfer eine unverzichtbare Kinderstube für zahlreiche Falterarten. Er dient als spezifische Raupenfutterpflanze für das Rote Moderholz (Xylena vetusta), die Gold-Gelbeule (Xanthia togata) und die Hausmutter (Noctua pronuba). Auch seltenere Arten wie die Punktierte Erdeule (Eugnorisma depuncta), die Gebänderte Kräutereule (Antitype chi) und die Primel-Erdeule (Diarsia mendica) profitieren von seinem Vorhandensein. Die Veränderliche Herbsteule (Agrochola lychnidis) und die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus) vervollständigen die Liste der Profiteure. Im Winter bieten die harten Samenstände zudem eine wichtige Struktur für überwinternde Spinnen und kleine Käfer.
Der Rötliche Ampfer gilt als nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele Vertreter seiner Gattung enthält er Oxalsäure, die in größeren Mengen zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Arten wie dem Eisenhut, da die Blattform und der Wuchs des Ampfers sehr charakteristisch sind.
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Wähle für den Rötlichen Ampfer einen Platz mit nährstoffreichem, humosem Boden, der die Feuchtigkeit gut hält.
Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, um seine volle Größe zu erreichen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da die Pflanze sehr robust ist, benötigt sie nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Wassergaben.
Achte auf ausreichend Platz, da er durch seine Wuchshöhe andere kleine Stauden beschatten kann.
Eine Düngung ist in normalen Gartenböden meist nicht erforderlich, da er als Stickstoffzeiger (Pflanze, die hohen Stickstoffgehalt anzeigt) gilt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Spätsommer.
Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, um Insekten einen Rückzugsort zu bieten.
Gute Partnerin: Die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide ergänzen sich hervorragend als Raupennahrungspflanzen für Falter und bevorzugen ähnliche, gehaltvolle Bodenverhältnisse.
Der Rötliche Ampfer (Rumex erubescens) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Er ist in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt nährstoffreiche Standorte an Wegrändern oder auf feuchten Wiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine hohen Blütenstände und die oft rötliche Färbung der vegetativen Teile aus. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet er eine kräftige Pfahlwurzel (senkrecht in den Boden wachsende Hauptwurzel), die ihm das Überdauern widriger Bedingungen ermöglicht.
70 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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