Bild folgtKI-generierte IllustrationLigusticum mutellina
Auch bekannt als: Alpen-Mutterwurz
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Arten
interagieren
68
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Adonisblättrige Mutterwurz an ihren fein gefiederten, dunkelgrünen Blättern, die stark an Adonisröschen erinnern, und den flachen, oft rötlich überhauchten Blütendolden. In deinem Naturgarten ist sie ein echter Geheimtipp, da sie als wichtige Nektarquelle für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) dient. Auch der prächtige Schwalbenschwanz (Papilio machaon) besucht die weißen Blüten gerne während der langen Blütezeit von Mai bis September. Da sie in unseren Breiten heimisch ist, passt sie perfekt in eine naturnahe, alpine Gestaltung. Wenn du einen sonnigen Platz mit gut durchlässigem Boden hast, wirst du viel Freude an diesem robusten Doldenblütler haben.
Alpine Schönheit für Schwebfliegen: Die Mutterwurz blüht bis zu fünf Monate.
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Die Mutterwurz ist eine wertvolle Futterstation für spezialisierte Insekten in deinem Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schwebfliegen wie die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Schwebfliege Eupeodes latifasciatus besonders stark von dem leicht zugänglichen Nektar. Auch für Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und den selteneren Papilio alexanor stellt sie eine wichtige Energiequelle dar. Die lange Blühphase von Mai bis September stellt sicher, dass über viele Monate hinweg Nahrung zur Verfügung steht. Wenn du die verblühten Stängel im Winter stehen lässt, bietest du zudem nützlichen Insekten einen Unterschlupf für die kalte Jahreszeit.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Doldenblütlern, doch die typischen, fein zerteilten Blätter sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Im Vergleich zum hochgiftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) bleibt die Mutterwurz wesentlich kleiner und zierlicher.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
In deinem Garten benötigt die Mutterwurz einen hellen, sonnigen Standort auf eher magerem (nährstoffarmem) Boden. Da sie eine Gebirgspflanze ist, verträgt sie keine Staunässe, schätzt aber eine gleichmäßige Feuchtigkeit in der Erde.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Boden: Durchlässiges Substrat mit Anteilen von Sand oder feinem Kies.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nach der Blüte im September möglich, um die Pflanze kompakt zu halten.
Vermehrung: Die Selbstaussaat funktioniert im offenen Boden meist problemlos.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Alpen-Schnittlauch (Allium schoenoprasum), da beide ähnliche Ansprüche an Licht und Bodenfeuchte teilen und sich optisch harmonisch ergänzen.
Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Bergwiesen und Weiden der Hochgebirge, wo sie als ausdauernde, krautige Pflanze wächst. Sie bildet eine kräftige Pfahlwurzel und geht eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein. Charakteristisch ist ihr kompakter Wuchs und der aromatische Duft aller Pflanzenteile, der an Liebstöckel erinnert.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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