Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium fontanum
Auch bekannt als: Cerastium fontanum, Gemeines Hornkraut
Artengruppe
56
Arten
interagieren
96
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Quellen-Hornkraut durch seine behaarten, mattgrünen Blätter und die kleinen weißen Blüten, deren fünf Kronblätter so tief gespalten sind, dass man fast zehn Blättchen vermutet. Im Naturgarten ist diese Art ein bescheidener, aber wertvoller Helfer, da sie über ein halbes Jahr hinweg Nahrung bietet. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) fliegen die Blüten gerne an. Da es als anspruchsloser Bodendecker fungiert, schließt es Lücken im Rasen oder Beetrand auf natürliche Weise. Wenn du einen unkomplizierten Begleiter suchst, der fast überall zurechtkommt, machst du mit diesem Hornkraut alles richtig.
Sechs Monate Blütezeit: Die verlässliche Nektarquelle für den Aurorafalter.
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Trotz der kleinen Blüten ist das Quellen-Hornkraut eine wichtige Tankstelle für Fluginsekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera) vom Nektarangebot. Für Schmetterlinge wie den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellt die Art eine verlässliche Energiequelle dar, da sie von April bis September fast ununterbrochen blüht. Zudem geht die Pflanze eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Pilze im Boden, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen) ein, was die Bodengesundheit in deinem Garten nachhaltig fördert.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie Saponine (pflanzliche Seifenstoffe) enthält. Diese können bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Im normalen Gartenalltag ist sie jedoch unbedenklich, sofern sie nicht als Wildkraut in der Küche verwendet wird. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz im Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und gedeiht am besten in normalem, mäßig feuchtem Gartenboden.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische Bedingungen, kommt aber kurzzeitig mit Trockenheit zurecht.
Pflanzzeit: Setze das Hornkraut am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Hauptblüte im Juni fördert oft einen zweiten Blütenflor im Spätsommer.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an offenen Stellen selbst und bildet mit der Zeit kleine Polster.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa). Beide Arten teilen sich den Standortanspruch an frische Böden und ergänzen sich ökologisch perfekt: Während das Hornkraut Nektar liefert, dient der Sauerampfer dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) als Raupenfutterpflanze.
Das Quellen-Hornkraut (Cerastium fontanum) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in unseren Breiten indigen (einheimisch). Es wächst bevorzugt auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Botanisch zeichnet es sich durch einen lockeren Wuchs und eine dichte Behaarung aus, die die Pflanze vor Verdunstung schützt. Die Samenkapseln sind leicht gekrümmt, was der Gattung den Namen Hornkräuter eingebracht hat.
3 Videos zu Quellen-Hornkraut (Artengruppe)



28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
27 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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