
Campanula rapunculus
Auch bekannt als: Rapunzel
20
Arten
interagieren
36
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) durch ihre hellvioletten, glockenförmigen Blüten auf, die an langen, aufrechten Trauben wachsen. Da sie in unseren Breiten indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) gilt, ist sie perfekt an unsere Umwelt angepasst. Besonders die Graue Schuppensandbiene und die Waldhummel schätzen ihr Nektarangebot in den Monaten April bis Juni. Auch der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) besucht die Pflanze regelmäßig. Wenn du einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten möchtest, ist diese Glockenblume eine ideale Wahl für dein Gartenbeet.
Frühe Glockenpracht ab April: Eine wichtige Tankstelle für die Waldhummel.
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Nach aktuellen Beobachtungen ist die Rapunzel-Glockenblume eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Bestäuber wie die Graue Schuppensandbiene. Auch die Waldhummel nutzt das frühe Angebot von April bis Juni intensiv. Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Gästen. Interessanterweise dient die Pflanze auch als Jagdrevier für die Glanzkrabbenspinne, die in den Blüten auf Beute lauert. Da die Pflanze heimisch ist, fügt sie sich nahtlos in die Nahrungskette deines Gartens ein und stärkt das ökologische Gleichgewicht.
Bitte beachte, dass die Rapunzel-Glockenblume laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher gilt. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist daher eine gewisse Vorsicht geboten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der typischen Glockenblüten jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Setze die Jungpflanzen am besten in der Zeit von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Achte darauf, dass der Boden offen und frostfrei ist, wenn du pflanzt.
Da die Pflanze eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) nutzt, solltest du auf mineralischen Kunstdünger verzichten, um diese natürlichen Helfer im Boden nicht zu schädigen.
Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni, danach reifen die Samen.
Eine Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Selbstaussaat, wenn du die vertrockneten Blütenstände über den Sommer stehen lässt.
In der Pflege ist sie anspruchslos, sofern sie einmal etabliert ist.
Als Begleitpflanze bietet sich eine Kombination mit heimischen Wildgräsern oder dem Wiesensalbei an.
Gute Partnerin: Der Hauhechel (Ononis spinosa) – beide Arten kommen in ähnlichen natürlichen Lebensräumen vor und unterstützen gemeinsam den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus).
Die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird auf der Roten Liste als nicht gefährdet geführt. Sie zeigt eine interessante Symbiose im Boden: Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, die ihr beim Nährstoffbezug hilft. Die Pflanze zeichnet sich durch einen zweijährigen Lebenszyklus aus, wobei sie im ersten Jahr eine Blattrosette und im zweiten Jahr den blütentragenden Stängel bildet.
3 Videos zu Rapunzel-Glockenblume



18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1804275690
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