Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena pandellei Pérez, 1895
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Du erkennst die Graue Schuppensandbiene an ihrer eher unauffälligen, namensgebenden grauen Behaarung und einer Körpergröße von etwa 10 bis 12 Millimetern. Auffällig ist ihr flinker Flug zwischen Glockenblumen in den Monaten Mai und Juni. Diese Wildbiene bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in selbst gegrabenen Gängen im Boden ab, wobei jede Larve eine eigene Brutzelle erhält. Im Frühling und Frühsommer ist sie eine Spezialistin: Sie besucht fast ausschließlich Glockenblumen wie die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) und die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus). Auch der Kleine Storchschnabel (Geranium pusillum) und der Weiche Storchschnabel (Geranium molle) dienen ihr als wichtige Energiequelle. Die Larve ernährt sich im Boden von einem Vorrat aus Pollen und Nektar, den die Mutterbiene gesammelt hat. Das Tier überwintert bereits voll entwickelt als fertige Biene in der schützenden, unterirdischen Brutzelle in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge). Du kannst die Art fördern, indem du heimische Glockenblumen pflanzt und offene, besonnte Bodenstellen im Garten als Nistplatz erhältst.
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Die Graue Schuppensandbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbewohner. Ihr kleiner Stachel kann die menschliche Haut nicht durchdringen, zudem zeigt sie keinerlei aggressives Verhalten. Da sie unter allgemeinem Artenschutz steht, solltest du ihre Nistlöcher im Boden ungestört lassen.
Die Graue Schuppensandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie lebt solitär (einzeln lebend, ohne Staatenbildung) und gräbt ihre Nester bevorzugt in sandige oder lehmige Böden. Mit ihrer Spezialisierung auf Glockenblumen gilt sie als oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert). Die Unterscheidung von ähnlichen Sandbienen ist aufgrund der grauen Färbung und der spezifischen Flugzeit im Frühsommer möglich.
4 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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