Bild folgtKI-generierte IllustrationLasioglossum costulatum (Kriechbaumer, 1873)
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Du erkennst die Glockenblumen-Schmalbiene an ihrem auffällig schlanken Körperbau und ihrer engen Bindung an Glockenblumen, die sie gezielt zur Nahrungssuche anfliegt. In jedem Jahr bildet diese Wildbiene lediglich eine Generation aus. Die Weibchen legen ihre Eier in selbst gegrabenen Gängen im Boden ab, wobei jede Larve mit einem Vorrat aus Pollen und Nektar versorgt wird. Im Frühling, ab April, besucht sie bevorzugt die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), sobald diese ihre ersten Blüten öffnet. Während der Sommermonate findest du sie häufig an der Pfirsichblättrigen Glockenblume (Campanula persicifolia) oder der Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata). Im späten Sommer dient die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) als wichtige Nahrungsquelle. Die Larve ernährt sich im Schutz der Bodenkammer ausschließlich von den gesammelten Vorräten ihrer Muttertiere. Den Winter überdauert die neue Generation tief im Erdreich, wo sie vor Frost geschützt in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) verharrt. Du kannst dieses nützliche Tier fördern, indem du heimische Glockenblumen pflanzt und auf das Umgraben trockener Bodenstellen verzichtest. Achte darauf, auch die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) in deinem Garten zu dulden, da sie als zusätzliche Energiequelle dient.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Sie ist friedfertig, sticht nicht und konzentriert sich rein auf ihre Arbeit an den Blüten. Da sie als heimische Wildbiene einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung leistet, sollte sie in ihrem Lebensraum ungestört bleiben.
Die Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) gehört zur Familie der Halictidae (Schmalbienenartige) in der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und lebt solitär (einzeln lebend). Als oligolektische (auf wenige Pollenquellen spezialisierte) Art ist sie existenziell auf Glockenblumengewächse angewiesen. Ihr Vorkommen in Gärten ist ein deutliches Zeichen für eine hohe ökologische Qualität und ein reichhaltiges Angebot an heimischen Wildpflanzen.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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