
Buphthalmum salicifolium
Auch bekannt als: Ochsenauge, Weidenblättriges Ochsenauge, Rindsauge
69
Arten
interagieren
198
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die strahlend gelben Blütenkörbe, die mit ihren schmalen Strahlenblüten wie kleine Sonnen über den lanzettlichen, weidenähnlichen Blättern schweben. Als heimische Wildstaude ist das Weidenblatt-Rindsauge ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da es von Mai bis September eine zuverlässige Nahrungsquelle bietet. Besonders seltene Gäste wie die Kleine Blattschneiderbiene oder die Schwarze Keulhornbiene steuern die Pflanze gezielt an. Auch der Schmetterling Waldbrettspiel findet hier wertvollen Nektar. Wenn du einen sonnigen Platz mit eher magerem Boden hast, ist diese robuste Schönheit genau die richtige Wahl für dich.
Goldgelbe Sonnenenergie: Fünf Monate Blütezeit für seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Wildbienen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen die Furchenbiene (Lasioglossum cupromicans), die Schwarze Keulhornbiene sowie die Kleine Blattschneiderbiene. Auch die parasitär lebende Rotschwarze Wespenbiene wird hier oft gesichtet. Die lange Blütezeit von Mai bis September überbrückt die nahrungsarme Zeit im Hochsommer. Für den Falter Waldbrettspiel (Pararge aegeria) stellt das Rindsauge eine wertvolle Nektarquelle am Waldrand oder in Gehölznähe dar. Da die Pflanze bis in den September blüht, sichert sie das Überleben vieler Insekten kurz vor der Überwinterung.
Die Pflanze wird in der Datenbank als nicht kindersicher geführt. Dies liegt daran, dass der Kontakt mit dem Pflanzsaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen (Kontaktallergie) auslösen kann. Es empfiehlt sich daher, bei Pflegearbeiten Gartenhandschuhe zu tragen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen weidenartigen Blätter praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) und bevorzugt mageren, kalkhaltigen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Dünger ist kaum nötig; zu viel Stickstoff führt eher dazu, dass die Pflanze auseinanderfällt.
Rückschnitt: Wenn du die verblühten Stängel im Sommer zurückschneidest, fördert das oft eine zweite Nachblüte.
Winter: Lass die letzten Blütenstände über den Winter stehen, da die hohlen Stängel als Quartier für Insekten dienen.
Vermehrung: Eine Teilung des Horstes ist im Frühjahr problemlos möglich.
Begleitpflanze: Eine ideale Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Beide Arten teilen sich gerne sonnige Standorte auf magerem Grund und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert für heimische Bestäuber.
Das Weidenblatt-Rindsauge (Buphthalmum salicifolium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es als indigene (einheimische) Art weit verbreitet, wobei es vor allem kalkreiche Gebiete bevorzugt. Typische Lebensräume sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Wälder. Die Pflanze wächst horstig und erreicht Höhen von etwa 30 bis 60 Zentimetern, wobei die wechselständig angeordneten Blätter namensgebend an Weiden erinnern.
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51 Arten interagieren mit dieser Pflanze
18 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_895162333
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