Bild folgtKI-generierte IllustrationLotus tenuis
Auch bekannt als: Schmalblättriger Hornklee, Salz-Hornklee
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Arten
interagieren
17
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Schmalblatt-Hornklee (Lotus tenuis) durch seine zierliche Gestalt und die goldgelben Schmetterlingsblüten auf, deren besonders schmale Blättchen ihm seinen Namen geben. Diese Pflanze ist ein stiller Held im Naturgarten, da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht und eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten bietet. Besonders die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) und das Helle Gelbhörnchen (Emmelia trabealis) steuern seine Blüten gezielt an. Wenn du eine robuste Art suchst, die ökologische Lücken schließt und gleichzeitig wenig Arbeit macht, liegst du hier genau richtig. Hol dir diesen gefährdeten Heimkehrer in dein Beet.
Goldgelber Artenschützer: Ein wichtiger Ankerplatz für die seltene Hummelwelt.
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In deinem Garten fungiert dieser Klee als wertvolle Tankstelle für Bestäuber. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er intensiv von der Honigbiene (Apis mellifera) und der Ackerhummel (Bombus pascuorum) genutzt. Auch die seltener gewordene Veränderliche Hummel (Bombus humilis) findet hier verlässlich Nahrung. Für das Helle Gelbhörnchen (Emmelia trabealis) stellt die Pflanze einen wichtigen Anziehungspunkt dar. Da der Schmalblatt-Hornklee auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) geführt wird, leistest du mit seiner Anpflanzung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände zudem Struktur und Schutz für Kleinstlebewesen.
Bitte beachte, dass der Schmalblatt-Hornklee als nicht kindersicher eingestuft wird. Er enthält Stoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Wenn du kleine Kinder oder Haustiere hast, solltest du ihn in einem Bereich des Gartens pflanzen, der nicht als direkter Spielort dient.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, da die Pflanze viel Licht für ihre Blütenentwicklung benötigt.
Boden: Ideal ist ein frischer, also mäßig feuchter Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler Gartenerde bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Der Hornklee ist sehr pflegeleicht. Ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe im späten Winter macht Platz für den neuen Austrieb im Frühjahr.
Vermehrung: Er versamt sich an zusagenden Stellen von selbst, ohne dabei lästig zu werden.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen sich gerne sonnige Plätze auf mäßig feuchtem Grund und ergänzen sich optisch wie ökologisch perfekt.
Der Schmalblatt-Hornklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine indigene (einheimische) Pflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er besiedelt typischerweise frische Standorte auf Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt, wobei er oft in Gesellschaft von Gräsern auf Wiesen zu finden ist. Ein markantes Erkennungsmerkmal sind die fadenförmigen Teilblättchen, die deutlich schmaler sind als bei seinem weit verbreiteten Verwandten, dem Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus). Als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) gehört er fest zu unserer gewachsenen Kulturlandschaft.
3 Videos zu Schmalblatt-Hornklee



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →