Bild folgtKI-generierte IllustrationScrophularia auriculata
Auch bekannt als: Scrophularia auriculata
20
Arten
interagieren
40
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren geflügelten Stängeln und den kleinen, braunroten Rachenblüten lässt sich die Wasser-Braunwurz (Scrophularia auriculata) sofort erkennen. In deinem Garten ist sie eine unverzichtbare Nektarquelle für feuchte Standorte, an denen viele andere Stauden nicht gedeihen. Besonders spezialisierte Insekten wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitieren massiv von ihrem Angebot. Sie bringt eine urwüchsige Lebendigkeit an den Teichrand, die man sonst nur in unberührten Auen findet. Wenn du eine naturnahe Nische mit viel Feuchtigkeit hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Unverzichtbare Nektartankstelle für seltene Scheckenfalter am Teichrand.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wasser-Braunwurz eine wichtige Lebensader für spezialisierte Falter wie den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) und den Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melitaea aurelia). Als Raupenfutter dient sie unter anderem der Sechslinien-Bodeneule (Xestia sexstrigata). Auch die Larven des Hopfen-Wurzelbohrers (Hepialus humuli) entwickeln sich an ihren Wurzeln. Neben Schmetterlingen besuchen die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Mooshummel (Bombus muscorum) die Blüten. Sogar die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) finden hier verlässlich Nahrung.
Die Wasser-Braunwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb sie außerhalb der Reichweite spielender Kleinkinder stehen sollte. Dank ihrer markant geflügelten Stängel besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildkräutern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Suche einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, der dauerhaft feucht bleibt.
Der Boden sollte als Starkzehrer-Standort sehr nährstoffreich und humos sein, idealerweise schwere, "fette" Erde.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte darauf, dass der Wurzelbereich niemals austrocknet; ein Platz in der Sumpfzone des Gartenteichs ist perfekt.
Da sie nährstoffhungrig ist, freut sie sich über eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr.
Vermehren kannst du sie einfach durch Teilung des Wurzelstocks oder durch Aussaat im zeitigen Frühjahr.
Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im Februar kurz vor dem neuen Austrieb.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchshöhe am Ufer.
Die Wasser-Braunwurz gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz als heimische Wildpflanze weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Gräben, Ufer und nasse Waldränder. Morphologisch fällt sie durch ihre vierkantigen Stängel auf, die an den Ecken auffällige Hautleisten (Flügel) besitzen. Die Pflanze lebt in einer Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), was ihre Nährstoffaufnahme auf feuchten, fetten Böden optimiert.
3 Videos zu Wasser-Braunwurz



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →