Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix alba
Auch bekannt als: Gelbe Weide
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Silber-Weide (Salix alba) durch ihren seidigen, silbrigen Glanz auf, den die feinen Haare auf den schmalen Blättern im Wind erzeugen. Dieser stattliche Baum ist ein unverzichtbarer Lebensraum für spezialisierte Insekten und bietet Schutz an Gewässerrändern. In deinem Garten dient sie als wichtige Kinderstube für Falter wie das Rote Ordensband (Catocala nupta) oder die Nonne (Lymantria monacha). Wenn du ausreichend Platz und einen feuchten Boden hast, schaffst du mit ihr ein echtes Biotop für Raupen des Hellen Sichelflüglers (Drepana falcataria). Du wirst staunen, wie viel Leben dieser Baum in deine grüne Oase bringt.
Silberner Riese: Die Lebensversicherung für das prächtige Rote Ordensband.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Silber-Weide eine der wertvollsten heimischen Gehölzarten für Schmetterlinge. Sie dient als essenzielle Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl von Faltern, darunter der Heller Sichelflügler (Drepana falcataria), die Dreipunkt-Glanzeule (Caradrina clavipalpis) und die Nonne (Lymantria monacha). Auch markante Arten wie das Rote Ordensband (Catocala nupta) und die Weidenglucke (Earias clorana) sind auf sie angewiesen. Da sie indigen (ursprünglich heimisch) ist, ist sie perfekt in unser regionales Ökosystem integriert und bietet spezialisierten Insekten wie der Pterapherapteryx sexalata einen Lebensraum.
Die Silber-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt primär am Gehalt von Salicin in der Rinde, das bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Zudem ist das Holz im Alter spröde und kann bei Wind leichter brechen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten; die Pflanze ist für Erwachsene bei Berührung völlig harmlos.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
17.36 m
Wähle für die Silber-Weide einen Platz im Halbschatten oder in der vollen Sonne.
Der Boden sollte dauerhaft feucht sein, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) auf fetten, nährstoffreichen Untergrund angewiesen ist.
Ideal ist die Pflanzung von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte auf den Platzbedarf: In großen Gärten darf sie frei wachsen, in kleineren Gärten kannst du sie als Kopfweide (regelmäßig auf den Stamm zurückgeschnittener Baum) halten.
Die Vermehrung gelingt im Frühjahr sehr einfach über Steckhölzer (unbewurzelte Zweigstücke), die du einfach tief in die feuchte Erde steckst.
Gießen ist nur in extremen Trockenphasen nötig, wenn der Standort eigentlich zu trocken für die Art ist.
Als Begleitpflanze eignet sich der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) hervorragend, da beide die Feuchtigkeit lieben und gemeinsam ein stabiles Uferbiotop bilden.
Die Silber-Weide (Salix alba) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Weichholzauen (Uferbereiche mit regelmäßigen Überschwemmungen) und feuchte Niederungen auf nährstoffreichen Böden. Ein besonderes Merkmal ist die EM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), die dem Baum bei der Nährstoffaufnahme hilft. Die schmalen, lanzettlichen Blätter sind unterseits silbern behaart, was die Verdunstung bei starker Sonneneinstrahlung reduziert.
3 Videos zu Silber-Weide



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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