Bild folgtKI-generierte IllustrationReseda luteola
Auch bekannt als: Färber Wau, Gelbkraut, Echter Wau, Färber-Wau, Färberwau
16
Arten
interagieren
36
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren bis zu anderthalb Meter hohen, kerzengeraden Blütenähren lässt sich die Färber-Resede (Reseda luteola) sofort erkennen. Die eher unscheinbaren, gelblich-grünen Einzelblüten sitzen so dicht zusammen, dass die ganze Pflanze wie ein lebendiger Zeigestab im Beet wirkt. In deinem Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie die wichtige Raupennahrung für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) liefert. Auch die Helle Erdhummel (Bombus terrestris) schätzt das reichhaltige Nektarangebot im Hochsommer sehr. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz im Garten frei hast, ist diese traditionsreiche Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Historische Färberpflanze und wichtige Kinderstube für den Aurorafalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Färber-Resede eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Insektengruppen. Besonders bedeutsam ist sie als Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Während der Blütezeit im Juni und Juli herrscht reger Betrieb durch die Waldhummel (Bombus sylvarum), die Helle Erdhummel (Bombus terrestris) sowie die Honigbiene (Apis mellifera). Auch die Feldwespe (Polistes) wird regelmäßig an den Blüten beobachtet. Die im Herbst reifenden Samen werden gerne von Vögeln aufgenommen, während die hohlen Stängel im Winter einen geschützten Rückzugsort für kleine Nützlinge bieten.
Die Färber-Resede wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie bei Verzehr Unverträglichkeiten hervorrufen kann. Es besteht jedoch keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Wildpflanzen. In Gärten, in denen sehr kleine Kinder spielen, solltest du darauf achten, dass keine Pflanzenteile verschluckt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.73 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und kommt am besten mit normalem, eher trockenem Gartenboden zurecht.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da die Färber-Resede meist zweijährig wächst, solltest du sie nach der Blüte nicht sofort bodennah abschneiden.
Vermehrung: Lass die Stängel bis zum Spätwinter stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat im Garten erhalten kann.
Winteraspekt: Die vertrockneten Blütenstände sind im Winter stabil und bieten Struktur im Beet.
Kombinationsempfehlung: Ein wunderbarer Partner ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche auf trockenen Böden und ergänzen sich optisch durch ihre gegensätzlichen Wuchsformen.
Die Färber-Resede (Reseda luteola) gehört zur Familie der Resedengewächse (Resedaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Ruderalflächen (brachliegende Schutt- oder Kiesflächen) und trockene Wegränder. Typisch ist ihr zweijähriger Lebenszyklus: Im ersten Jahr bildet sie eine flach am Boden liegende Blattrosette, aus der im zweiten Jahr der markante, aufrechte Blütenstand austreibt. Die schmalen Blätter sind am Rand oft charakteristisch gewellt.
2 Videos zu Färber-Resede


14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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