Bild folgtKI-generierte IllustrationOenanthe silaifolia
Auch bekannt als: Oenanthe silaifolia
21
Arten
interagieren
38
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Silau-Pferdesaat an ihren fein gefiederten Blättern und den strahlend weißen Doldenblüten, die wie filigrane Schirme über dem Laub schweben. Da diese Art in der freien Natur in Deutschland und Österreich als verschollen oder ausgestorben gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung im Garten einen aktiven Beitrag zur Erhaltung einer fast verlorenen Art. Besonders prachtvolle Insekten wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) oder die seltene Wald-Lockensandbiene (Andrena mutabilis) nutzen sie als wertvolle Futterquelle. Mit dieser Pflanze holst du dir eine botanische Kostbarkeit in dein grünes Reich. Trau dich ruhig an diese Rarität heran, sie wird es dir mit ihrer schlichten Eleganz danken.
Botanische Rarität: Rette eine fast ausgestorbene Art für deinen Naturgarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein wichtiger Knotenpunkt im Netzwerk deines Gartens. Sie dient als Lebensgrundlage für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und bietet spezialisierten Schwebfliegen wie der Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und der Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) reichlich Nahrung. Auch Wildbienen, darunter die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena flavipes) und die Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus), steuern die weißen Dolden gezielt an. Da sie Samen für Vögel produziert und Insekten in ihren hohlen Stängeln überwintern können, bleibt sie auch nach der Blüte ökologisch wertvoll. Du schaffst hier einen Trittstein für Arten, die in der modernen Agrarlandschaft keinen Platz mehr finden.
Bitte beachte, dass die Silau-Pferdesaat in allen Teilen giftig ist und daher nicht als kindersicher eingestuft wird. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Doldenblütlern, weshalb beim Umgang Vorsicht geboten ist. Trage beim Pflanzen oder Schneiden am besten Handschuhe und achte darauf, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist sie nur bedingt geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Standort: Platziere die Pflanze an einem vollsonnigen Ort, damit sie ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Boden: Ideal ist ein feuchter, aber gut durchlässiger Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt. Normale Gartenerde ist meist völlig ausreichend.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, vermeide aber dauerhafte Staunässe (stehendes Wasser ohne Luftzufuhr im Boden).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Spätsommer nach der Samenreife möglich, aber kein Muss. Die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM hilft der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme.
Vermehrung: An geeigneten Standorten sät sie sich dezent selbst aus.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris). Beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast zwischen Gelb und Weiß.
Die Silau-Pferdesaat (Oenanthe silaifolia) ist ein Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae), einer Pflanzenfamilie mit charakteristischen, schirmartigen Blütenständen. Als Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) besiedelte sie ursprünglich feuchte Wiesen und Auenlandschaften. Typisch für die Gattung Oenanthe sind die knollig verdickten Wurzeln, die als Nährstoffspeicher dienen. Morphologisch auffällig ist der hohle, oft gefurchte Stängel, der die Pflanze trotz ihrer Höhe stabil hält. In der freien Landschaft ist sie heute kaum noch zu finden, was ihren Schutzstatus unterstreicht.
21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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