Bild folgtKI-generierte IllustrationDianthus caryophyllus
Auch bekannt als: Gartennelke, Edel-Nelke, Garten-Nelke
13
Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Landnelke (Dianthus caryophyllus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre oft intensiv leuchtenden Blüten und das schmale, blaugraue Laub machen sie zu einem unverwechselbaren Gast im Beet. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie als Nektarquelle für spezialisierte Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba) oder die Veränderliche Herbsteule (Agrochola lychnidis) dient. Auch der Gelbbeinige Scheinbockkäfer (Oedemera flavipes) besucht die Pflanze regelmäßig. Mit dieser Nelke holst du dir einen robusten Klassiker in den Garten, der Tradition und Artenschutz verbindet. Du wirst staunen, wer sich in der Dämmerung alles an den Blüten einfindet.
Nektar-Tankstelle für Nachtfalter: Die Landnelke blüht bis in den August.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Landnelke eine wichtige Tankstelle für verschiedene Nachtfalter. Besonders die Hausmutter (Noctua pronuba) und die Veränderliche Herbsteule (Agrochola lychnidis) fliegen die Blüten in der Dämmerung an. Auch Wanderfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule profitieren vom Nektarangebot. Neben Schmetterlingen schätzt der Gelbbeinige Scheinbockkäfer (Oedemera flavipes) die Pflanze als Lebensraum. Da die Blütezeit bis in den August reicht, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Die Samenstände können im Winter als Versteck für kleine Insekten dienen.
Die Landnelke wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder bei versehentlichem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Achte daher besonders bei kleinen Kindern darauf, dass keine Pflanzenteile in den Mund gelangen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.54 m
Die Landnelke bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) verträgt sie gar nicht, daher ist eine gute Dränage (Abfluss von überschüssigem Wasser) wichtig.
Der Boden sollte eher kalkhaltig und mäßig nährstoffreich sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Beim Einsetzen sollte der Wurzelballen bündig mit der Erdoberfläche abschließen.
Ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstände im Juli fördert oft eine zweite Blüte im Spätsommer.
Die Vermehrung gelingt einfach durch Stecklinge (abgetrennte Triebstücke ohne Blüten) im Juli oder August.
Im Winter schützt sich die Pflanze durch ihr eigenes Laub, ein zusätzlicher Winterschutz ist meist nicht nötig.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Plätze und ergänzen sich hervorragend in ihren Blühzeiten.
Die Landnelke (Dianthus caryophyllus) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Sie ist in Mitteleuropa, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, fest beheimatet. Charakteristisch sind die gegenständigen (paarweise gegenüberstehend angeordneten) Blätter und die typisch verdickten Knoten an den Stängeln, die man auch als Internodien (Stängelabschnitte zwischen den Blattknoten) bezeichnet. Als ausdauernde Pflanze bildet sie dichte Polster und zeigt eine bemerkenswerte Anpassung an sonnige Standorte.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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