Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrochola lychnidis (Denis & Schiffermüller), 1775
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An ihrer variablen Färbung, die von Gelbgrau über Rostrot bis hin zu Dunkelbraun reicht, lässt sich die Veränderliche Herbsteule sofort erkennen. Dieser Nachtfalter bildet lediglich eine Generation pro Jahr aus und erreicht eine Flügelspannweite von etwa 30 bis 35 Millimetern. In deinem herbstlichen Garten kannst du die Falter besonders gut im September und Oktober beobachten, wenn sie den Nektar am blühenden Gewöhnlichen Efeu (Hedera helix) suchen. Da die Falter erst spät im Jahr fliegen, sind sie im Frühling und Sommer als ausgewachsene Tiere nicht anzutreffen. Stattdessen schlüpfen im März die Raupen aus den überwinterten Eiern und fressen zunächst an Kräutern wie der Vogel-Sternmiere (Stellaria) oder dem Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum). Später im Frühjahr findest du die Raupen auch an Gehölzen wie dem Eingriffligen Weißdorn (Crataegus monogyna). Die Art überwintert im Eistadium an den Zweigen ihrer Futterpflanzen. Du kannst diesen Nützling fördern, indem du auf den herbstlichen Rückschnitt von Efeu und heimischen Stauden verzichtest. Lass zudem eine „wilde Ecke“ mit dem Gewöhnlichen Greiskraut (Senecio vulgaris) zu, um den Raupen ausreichend Nahrung zu bieten.
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Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Er ist nicht als gefährdet eingestuft, profitiert aber wie alle Insekten von einem giftfreien Garten. Du kannst ihn bedenkenlos beobachten, solltest die Eier an den Zweigen im Winter jedoch nicht durch einen radikalen Rückschnitt entfernen.
Die Veränderliche Herbsteule gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und bevorzugt offene Lebensräume wie Gärten, Waldränder und Wiesen. Ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung ist die Nierenmakel (ein nierenförmiger Fleck auf dem Vorderflügel), die oft dunkel ausgefüllt ist. Die Raupen leben polyphag (viele verschiedene Pflanzen fressend) und nutzen ein breites Spektrum an heimischen Kräutern und Sträuchern als Lebensgrundlage.
10 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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