Bild folgtKI-generierte IllustrationImperatoria ostruthium
Auch bekannt als: Imperatoria ostruthium
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Meisterwurz (Imperatoria ostruthium) sind ihre imposanten, weißen Doppeldolden und die kräftig gezähnten, dreiteiligen Blätter, die beim Zerreiben würzig duften. Diese ausdauernde Pflanze ist ein ökologisches Schwergewicht, da sie als wichtige Nektarquelle für prachtvolle Falter wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch Schwebfliegen wie die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) schätzen den leicht zugänglichen Nektar der flachen Blütenstände. Wenn du einen eher kühlen, feuchten Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Art ein echtes Stück Gebirgsflora ansiedeln. Du wirst staunen, wie viel Leben diese robuste Staude in deine Beete bringt.
Alpine Kraft für den Schwalbenschwanz: Ein Magnet für prachtvolle Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Meisterwurz eine zentrale Anlaufstelle für verschiedene Schwalbenschwanz-Arten, darunter der heimische Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie der Alexanor-Schwalbenschwanz (Papilio alexanor) und der Korsische Schwalbenschwanz (Papilio hospiton). Neben Schmetterlingen profitieren zahlreiche Schwebfliegen von dem offenen Nektarangebot. Zu den Besuchern zählen die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum), die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) sowie die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Breitband-Schwebfliege (Eupeodes latifasciatus). Diese Fluginsekten sind als Bestäuber und deren Larven als natürliche Schädlingsbekämpfer in deinem Garten von großem Wert.
Die Meisterwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele andere Doldenblütler enthält sie Stoffe, die bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung phototoxische Reaktionen (Hautreizungen oder Blasenbildung) hervorrufen können. Trage bei Rückschnittarbeiten vorsichtshalber Handschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten, der nicht zu heiß wird.
Der Boden sollte nährstoffreich und vor allem gleichmäßig feucht sein (entspricht Ellenberg Feuchtezahl 7).
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Arbeite bei der Pflanzung etwas Kompost ein, da sie einen hohen Stickstoffbedarf hat.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, weshalb du auf chemische Dünger verzichten solltest.
Gieße in trockenen Sommern regelmäßig, da sie keine Staunässe, aber eine konstante Frische benötigt.
Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Lasse die Stängel über den Winter stehen, damit Nützlinge darin überwintern können.
Gute Partnerin: Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) – beide Arten teilen die Vorliebe für kühle, feuchte Standorte und bilden zusammen ein harmonisches Bild der Bergflora.
Die Meisterwurz gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in den Gebirgsregionen Deutschlands und Österreichs heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Pflanzengesellschaften an feuchten Standorten) und Bergwiesen der Alpen. Morphologisch zeichnet sie sich durch hohle, gefurchte Stängel und auffällig aufgeblasene Blattscheiden am Grund der Blattstiele aus. Als Hemikryptophyt (Pflanze, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen) ist sie perfekt an harte Winter angepasst.
35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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