Bild folgtKI-generierte IllustrationHylotelephium maximum
Auch bekannt als: Hylotelephium maximum
13
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Große Waldfetthenne sofort an ihren dicken, fleischigen Blättern und den großen, tellerartigen Schirmrispen (flache Blütenstände), die in einem hellen Gelbgrün bis Cremeweiß leuchten. Diese heimische Überlebenskünstlerin ist eine wichtige Tankstelle für seltene Insekten wie den Roten Apollo (Parnassius apollo) und den Kleinen Feuerfalter. Da sie extrem trockenheitsresistent ist, passt sie perfekt in einen klimafreundlichen Naturgarten, der wenig Gießaufwand erfordert. Auch Feldwespen und Honigbienen profitieren von dem leicht zugänglichen Nektar im Spätsommer. Mit dieser Pflanze holst du dir eine robuste Charakterstaude in den Garten, die bis in den Winter hinein attraktiv bleibt. Schau doch mal genau hin, ob du die flinken Mauereidechsen zwischen den Trieben entdeckst.
Lebenswichtige Nektartankstelle für den seltenen Apollofalter und wilde Wespen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Waldfetthenne eine überlebenswichtige Nahrungsquelle für hochgradig spezialisierte Falterarten wie den Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und den Roten Apollo (Parnassius apollo). Auch der Kleine Feuerfalter nutzt das Nektarangebot der flachen Blütenstände intensiv. Neben Schmetterlingen besuchen verschiedene Arten der Feldwespe die Pflanze, um ihren Energiebedarf zu decken. Die Mauereidechse nutzt die Struktur der Staude gerne als Deckung oder zur Thermoregulation an sonnigen Tagen. Da die Pflanze im Spätsommer blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Honigbienen und Wildbienen. Im Winter dienen die stehengelassenen hohlen Stängel und Blütenköpfe als sicheres Versteck für überwinternde Insekten.
Die Große Waldfetthenne wird als nicht kindersicher eingestuft. Der Verzehr der fleischigen Pflanzenteile kann bei Kindern oder Haustieren zu Übelkeit und Erbrechen führen. Achte daher auf einen Standort, der nicht direkt am Spielbereich liegt. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen Dickblätter kaum möglich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für eine kräftige Blüte benötigt.
Der Boden sollte eher trocken und gut durchlässig sein; sie gilt als Mittelzehrer und kommt mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stiele sollte erst im späten Februar erfolgen, um Überwinterungsgäste nicht zu stören.
Da sie sehr pflegeleicht ist, ist zusätzliches Düngen in der Regel nicht notwendig.
Vermehren kannst du sie einfach durch Teilen des Wurzelstocks im Frühjahr.
Gießen musst du nur bei extremer, wochenlanger Hitze, da die Blätter Wasser speichern.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und bieten eine ökologisch wertvolle Kombination für heimische Bestäuber.
Die Große Waldfetthenne (Hylotelephium maximum) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland und Österreich als indigen (einheimisch) eingestuft. Sie besiedelt natürlicherweise trockene, lichte Waldränder oder Felsfluren und kommt gut mit mageren Böden zurecht. Als Sukkulente (Wasserspeicherpflanze) besitzt sie dicke Blätter mit einer Wachsschicht, die sie vor Verdunstung schützt. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze), die das Wurzelsystem bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden unterstützen.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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