Bild folgtKI-generierte IllustrationScolitantides orion (Pallas, 1771)
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Wer den Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion) einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Die Flügeloberseiten sind auffällig dunkelbraun bis schwarz und mit leuchtend blauen Flecken verziert. Der Falter ist in unseren Gärten ein seltener Gast, den du vor allem im Juni bei sonnigem Wetter beobachten kannst. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt an der Purpur-Waldfetthenne (Artengruppe Sedum purpurascens) ab, da die Raupen monophag (auf eine einzige Pflanzengattung als Nahrung spezialisiert) sind. Als Nektarquellen im Juni nutzt der Falter heimische Arten wie die Weiße Fetthenne (Sedum album), die Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre) oder die Große Waldfetthenne (Sedum maximum). Auch am Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) und der Echten Rosenwurz (Rhodiola rosea) lässt er sich bei der Nahrungssuche nieder. Du kannst diesen Spezialisten fördern, indem du diese heimischen Dickblattgewächse in sonnigen, steinigen Gartenbereichen anpflanzt. Da der Falter pro Jahr nur eine Generation bildet, sind solche Trittsteinbiotope (vernetzende Lebensräume) für sein lokales Überleben entscheidend. Achte darauf, die vertrockneten Stängel der Futterpflanzen über den Winter stehenzulassen, um die Larven nicht zu stören. Als Biologe freue ich mich über jeden naturnahen Garten, der diesen kleinen Juwelen einen Rückzugsort bietet. Schon durch das Pflanzen von Weißklee (Trifolium repens) bietest du ihm eine zusätzliche Nahrungsquelle an.
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Dieser Schmetterling ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da er vielerorts gefährdet ist und unter Naturschutz steht, darfst du die Tiere nicht einfangen oder umsiedeln. Das bloße Beobachten aus der Ferne ist die beste Art der Wertschätzung.
Der Fetthennen-Bläuling gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) in der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, besiedelt dort aber oft nur sehr lokal trocken-warme Standorte wie Magerrasen oder Felsfluren. Charakteristisch ist seine ungewöhnlich dunkle Flügelzeichnung und der weiß-schwarz gescheckte Flügelsaum, der ihn von anderen Bläulingsarten unterscheidet. Seine Lebensweise ist streng an Fetthennen-Arten gebunden, weshalb er als stenök (an sehr spezifische Umweltbedingungen angepasst) gilt.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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