
Helleborus foetidus
Auch bekannt als: ellébore fétide
14
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren glockenförmigen, hellgrünen Blüten, die oft einen feinen rötlichen Rand besitzen, und den tief dunkelgrünen, palmenartigen Blättern ist sie eine markante Erscheinung. Im Naturgarten ist sie unersetzlich, da sie bereits ab Januar wertvollen Nektar liefert. Davon profitieren besonders früh fliegende Insekten wie die Baumhummel (Bombus hypnorum) oder die Erdhummel (Bombus terrestris). Wenn du eine pflegeleichte Pflanze für lichte Gehölzränder suchst, die auch im tiefsten Winter Struktur bietet, ist sie die ideale Wahl für dich.
Winterheldin für Hummeln: Die Nektar-Tankstelle, die schon ab Januar öffnet.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Stinkende Nieswurz eine der wichtigsten frühen Nahrungsquellen im Jahr. Besonders die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) fliegen die Blüten in den Monaten Januar bis April gezielt an. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Erdhummel (Bombus terrestris) nutzen das Angebot an milden Wintertagen. Sogar die Hosenbiene wird an den markanten Glockenblüten beobachtet. Da die Pflanze ihre Blätter im Winter behält, bietet sie zudem wertvollen Schutz für wirbellose Tiere direkt am Boden.
Die Stinkende Nieswurz ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht als kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest du sie mit Bedacht platzieren. Da sie jedoch einen sehr strengen Geruch beim Zerreiben der Blätter verströmt und keine essbaren Früchte trägt, ist die Gefahr eines versehentlichen Verzehrs gering.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jan – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise unter laubabwerfenden Sträuchern oder am Gehölzrand.
Boden: Sie bevorzugt frische Böden, was einer mäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen eher mageren Boden; zusätzliches Düngen ist nicht erforderlich.
Symbiose: Die Pflanze geht eine Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) ein, die ihr helfen, Nährstoffe effizienter aus der Erde aufzunehmen.
Pflanzzeit: Setze sie zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Vermehrung: Sie versamt sich an zusagenden Standorten meist von selbst durch Ameisen.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgeblühten Stängel im späten Frühjahr hält die Pflanze vital.
Kombination: Eine gute Partnerin ist das Leberblümchen (Hepatica nobilis). Beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Böden im Halbschatten und blühen zeitig nacheinander.
Die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt lichte Laubwälder und Gebüsche auf kalkhaltigen Böden. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen ist) gehört sie fest zu unserer Flora. Auffällig ist ihre Wuchsform als ausdauernde, krautige Pflanze, die einen kräftigen, beblätterten Stängel bildet, der im Gegensatz zu vielen Verwandten über den Winter nicht vollständig einzieht.
1 Video zu Stinkende Nieswurz

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_148413524
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