Bild folgtKI-generierte IllustrationGaleopsis tetrahit
Auch bekannt als: Katzengesicht, galéopsis tétrahit, Gemeiner Hohlzahn, Stacheliger Hohlzahn, Dorn-Hohlzahn, Stechender Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn
Artengruppe
33
Arten
interagieren
168
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den steifen, fast stacheligen Borstenhaaren am Stängel, die unter den Knoten (den verdickten Stellen, an denen die Blätter entspringen) besonders kräftig ausfallen, lässt sich der Stechende Hohlzahn (Galeopsis tetrahit) sofort erkennen. Er ist ein wertvoller Bestandteil eines naturnahen Gartens, da er als spezialisierte Raupenfutterpflanze dient. Ohne ihn fehlen Arten wie dem Hohlzahn-Kapselspanner (Perizoma affinitata) oder der Glanzeule (Amphipyra tragopoginis) die lebensnotwendige Grundlage für ihren Nachwuchs. Die Pflanze besiedelt gerne Nischen und lichte Randbereiche, in denen sie für ökologische Vielfalt sorgt. Wenn du ihr ein Plätzchen in einer wilderen Ecke gönnst, unterstützt du aktiv das Überleben dieser Schmetterlingsarten. Du machst also alles richtig, wenn du dieses Wildkraut als Bereicherung und nicht als Unkraut betrachtest.
Unverzichtbare Kinderstube für den Hohlzahn-Kapselspanner und die Glanzeule.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Art eine wichtige Anlaufstelle für langrüsselige Insekten, die die tiefen Lippenblüten erreichen können. Besonders hervorzuheben ist ihre Bedeutung als Raupenfutterpflanze für den Hohlzahn-Kapselspanner (Perizoma affinitata) und die Glanzeule (Amphipyra tragopoginis). Die Raupen dieser Falter sind auf die Pflanze angewiesen und finden hier Schutz und Nahrung. Von Mai bis September bietet die Blüte kontinuierlich Nektar für Hummeln und Wildbienen. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel und Samenstände einen Mehrwert für die Vogelwelt, da die ölreichen Samen eine wichtige Energiequelle darstellen.
Der Stechende Hohlzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an seinen steifen Borstenhaaren, die bei Berührung unangenehm auf der Haut picksen können. Er ist jedoch nicht giftig, und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Giftpflanzen in seinem typischen Lebensraum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Er bevorzugt lichte Halbschattenplätze oder sonnige Bereiche an Heckenrändern.
Boden: Ideal ist ein stickstoffreicher, frischer Boden, der nicht zu stark austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da die Art einjährig wächst, ist kein Rückschnitt während der Wachstumsphase nötig.
Vermehrung: Er sorgt durch Selbstaussaat für die nächste Generation, wenn du die Samenstände im Herbst stehen lässt.
Wasserbedarf: In trockenen Sommern freut er sich über gelegentliche Wassergaben, um die Blütezeit bis in den September zu verlängern.
Besonderheit: Da er nicht als kindersicher eingestuft wird, sollte er eher im Hintergrund oder in Randbereichen gepflanzt werden.
Gute Partnerin: Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) – beide teilen ähnliche Ansprüche an nährstoffreiche Standorte und bieten gemeinsam von Frühling bis Spätsommer Nahrung für Insekten.
Der Stechende Hohlzahn gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Waldränder, Lichtungen und nährstoffreiche Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Schutt- oder Ödflächen). Charakteristisch ist der vierkantige Stängel und die Lippenblüte, deren Unterlippe meist ein dunkles Gittermuster auf hellem Grund zeigt. Er lebt in einer Symbiose mit Bodenpilzen, der sogenannten Arbuskulären Mykorrhiza (AM), die seine Nährstoffaufnahme verbessert.
27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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