Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca rubra subsp. rubra
Auch bekannt als: Festuca rubra subsp. rubra
70
Arten
interagieren
84
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An den rötlich überlaufenen, feinen Blattscheiden an der Halmbasis lässt sich der Rot-Schwingel (Festuca rubra subsp. rubra) sofort erkennen. Dieses ausdauernde Süßgras ist ein echtes Multitalent für deinen Naturgarten, da es dichte, trittfeste Rasen bildet und gleichzeitig ökologisch höchst wertvoll ist. Es dient als unverzichtbare Futterpflanze für die Raupen seltener Schmetterlinge wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbfleck-Widerhopf-Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Auch Vögel wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) finden an den Samenträgern Nahrung. Wenn du eine robuste Alternative zum sterilen Einheitsrasen suchst, ist dieses Gras die perfekte Wahl für dich.
Lebenswichtige Kinderstube für Dickkopffalter und robustes Naturtalent.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine tragende Säule für spezialisierte Falter. Es dient als Raupenfutter für den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Neben Schmetterlingen profitieren auch Vögel wie die Zwerggans (Anser erythropus) und die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) von den Samen. Sogar Nutzinsekten wie der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) und Laufkäfer wie Ophonus azureus nutzen das dichte Geflecht als Jagdrevier und Rückzugsort. Wer dieses Gras im Garten hat, fördert also eine ganze Kette von Lebewesen.
Der Rot-Schwingel wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfen Blattkanten, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden führen können, sowie an den Gräserpollen, die bei Allergikern Heuschnupfen auslösen. Er ist jedoch ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr besteht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Der Rot-Schwingel ist ein genügsamer Gast, der sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten am wohlsten fühlt.
Er kommt mit fast jeder normalen Gartenerde zurecht, bevorzugt aber eher magere (nährstoffarme) Böden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Da die Pflanze eine Symbiose mit Mykorrhiza (Wurzelpilzen) eingeht, solltest du auf chemische Dünger verzichten.
Ein Rückschnitt ist im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb möglich, im Naturgarten lässt man die Halme aber über den Winter stehen.
Die Vermehrung gelingt sehr einfach durch Teilung der Horste (Pflanzenbüschel) im Frühjahr.
Gießen musst du nur bei extremer, lang anhaltender Trockenheit, da er recht widerstandsfähig ist.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen sich gerne denselben Standort und fördern gemeinsam die lokale Artenvielfalt.
Der Rot-Schwingel (Festuca rubra subsp. rubra) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen. Er ist in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet und gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war). Typisch für diesen Lebenskünstler sind seine unterirdischen Ausläufer, mit denen er lückige Vegetationsstellen schließt. Man findet ihn natürlicherweise auf Wiesen, Weiden und in lichten Wäldern von der Tiefebene bis in alpine Höhenlagen.
43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
22 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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