
Falcaria vulgaris
Auch bekannt als: Gemeine Sichelmöhre, Sicheldolde, Sichelmöhre
52
Arten
interagieren
130
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Gewöhnliche Sichelmöhre (Falcaria vulgaris) durch ihre derben, sichelförmig gebogenen Blätter mit dem scharf gesägten Rand. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Sommertankstelle, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Besonders die seltene Rote Maskenbiene (Hylaeus variegatus) und der auffällige Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) profitieren von ihrem reichhaltigen Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz hast, ist diese robuste Art genau das Richtige für dich. Mit ihr holst du dir eine charakterstarke, heimische Wildpflanze direkt ans Haus, die kaum Pflege benötigt.
Filigraner Doldenblütler: Magnet für die seltene Rote Maskenbiene im Hochsommer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gewöhnliche Sichelmöhre ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Insekten. Besonders Wespenarten wie die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) und die Gelbe Rosenbürstenhornblattwespe (Arge ochropus) nutzen die flachen Doldenblüten zur einfachen Nahrungsaufnahme. Unter den Wildbienen ist sie eine Schlüsselart für die Rote Maskenbiene (Hylaeus variegatus). Auch räuberische Nützlinge wie der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) finden sich regelmäßig auf den Blüten ein. Da die Samen bis tief in den Winter an den steifen Stielen haften, dienen sie Vögeln als wertvolle Zusatznahrung in der kargen Zeit.
Die Gewöhnliche Sichelmöhre wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du beim Pflanzenstandort etwas Umsicht walten lassen solltest. Dank ihrer markanten, hart-ledrigen und sichelförmigen Blätter lässt sie sich jedoch eindeutig vom hochgiftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) unterscheiden, der weiche, farnartige Blätter besitzt. Bei Gartenarbeiten mit Doldenblütlern empfiehlt es sich, empfindliche Haut vor dem Pflanzensaft zu schützen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Wähle für die Sichelmöhre einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Sie ist ein Mittelzehrer (kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht) und liebt es dauerhaft trocken.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Die Pflanze ist sehr genügsam und benötigt keine zusätzlichen Düngergaben.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel sollte erst im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Die hohlen Pflanzenreste dienen über Winter als wertvolles Quartier für kleine Nützlinge.
Du kannst sie durch Aussaat oder durch vorsichtige Teilung der Wurzelstöcke vermehren.
Eine ideale Partnerin im Beet ist das Echtes Labkraut (Galium verum).
Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und bilden zusammen ein stabiles, ökologisch wertvolles Bild.
Die Gewöhnliche Sichelmöhre (Falcaria vulgaris) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als alteingesessene Art (Indigen oder Archäophyt) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Trockenrasen und Wegränder. Charakteristisch ist ihr starrer, sparriger Wuchs und die namensgebenden, schmalen Blattabschnitte. Die winzigen weißen Blüten sind in einer Doppeldolde (verzweigter Blütenstand) angeordnet, was der Pflanze ein luftiges, fast schleierkrautartiges Aussehen verleiht.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_184418988
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