Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena nitidiuscula Schenck, 1853
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Du erkennst die Sommer-Kielsandbiene an ihrem schlanken, dunklen Körper und der namensgebenden, feinen Kielstruktur (einer länglichen Erhebung) auf dem ersten Segment des Hinterleibs. Diese solitäre (einzeln lebende) Biene bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen graben ihre Nester in den Boden und legen dort ihre Eier in kleinen Brutkammern ab. Im Frühling ab April besucht sie bevorzugt die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias). Den Sommer über ist sie auf Doldenblütler wie die Gewöhnliche Möhre (Daucus carota) und den Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium) sowie auf die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) spezialisiert. Die Larve ernährt sich im Nest ausschließlich von dem eingetragenen Pollenvorrat. Die Überwinterung erfolgt als fertiges Insekt in der unterirdischen Brutkammer, wo das Tier in einer Kältestarre (Zustand extremer Bewegungsunfähigkeit bei Frost) verharrt. Du kannst die Art fördern, indem du sonnige, offene Bodenstellen im Garten nicht bepflanzt und heimische Doldenblütler wie die Möhre stehen lässt. Da sie oft oligolektisch (auf eine Pflanzenfamilie als Pollenquelle spezialisiert) lebt, ist ein reiches Angebot an Doldengewächsen für sie überlebenswichtig.
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Diese Biene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Da sie solitär (einzeln nistend) lebt, verteidigt sie kein Nest und ist gegenüber Menschen absolut friedfertig; ihr kleiner Stachel kann die menschliche Haut nicht durchdringen.
Die Sommer-Kielsandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Magerrasen, Waldränder und naturnahe Gärten. Mit einer Körpergröße von etwa 8 bis 10 Millimetern ist sie eine eher kleine Vertreterin ihrer Gattung. Charakteristisch ist ihre Spezialisierung auf Doldenblütler, was sie zu einem wichtigen Bestäuber in der sommerlichen Wiesenökologie macht. Die Unterscheidung von anderen Sandbienen erfordert meist einen genauen Blick auf die Kielbildung am Hinterleib.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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