Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphrasia officinalis
Auch bekannt als: Euphrasia officinalis, Echter Augentrost
Artengruppe
48
Arten
interagieren
209
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Augentrost (Euphrasia officinalis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zierlichen weißen Blüten tragen einen markanten gelben Fleck im Schlund und sind von feinen violetten Adern durchzogen. Als gefährdete Art der Roten Liste 3 ist diese Pflanze ein echter Schatz für deinen Naturgarten. Besonders Schmetterlinge wie der Silbrig-Perlmuttfalter (Melitaea diamina) oder der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) profitieren von seinem Nektarangebot. In deinem Garten schaffst du mit ihm einen wertvollen Lebensraum für diese seltenen Falter. Schau doch mal genauer hin, ob sich diese kleinen Überlebenskünstler bei dir wohlfühlen.
Rote-Liste-Schatz: Ein sechsmonatiges Buffet für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Augentrost eine zentrale Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlinge. Neben dem Silbrig-Perlmuttfalter (Melitaea diamina) besuchen auch der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) regelmäßig die Blüten. Auch verschiedene Hummelarten wie die Helle Erdhummel (Bombus lucorum), die Heidehummel (Bombus jonellus) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) nutzen die Pflanze als Energiequelle. Sogar die Honigbiene (Apis mellifera) zählt zu den häufigen Besuchern. Damit leistet die Art einen messbaren Beitrag zum Erhalt bedrohter Insektenpopulationen.
Nach den vorliegenden Daten ist der Echte Augentrost als nicht kindersicher eingestuft. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest du daher Vorsicht walten lassen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht aufgrund der spezifischen Blütenzeichnung zwar kaum, dennoch ist die Pflanze im Garten mit Bedacht zu platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.09 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der den natürlichen Wiesencharakter widerspiegelt.
Boden: Da die Art auf der Roten Liste steht, bevorzugt sie eher nährstoffarme Verhältnisse; vermeide daher zusätzliche Düngung.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Wasser: Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte ohne Staunässe.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze von Mai bis Oktober dauerhaft blüht.
Vermehrung: Die Art erhält sich meist durch Selbstaussaat an geeigneten Stellen.
Sicherheit: Beachte, dass die Pflanze laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Ansprüche an den Standort und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Magerasen (nährstoffarmes Grasland).
Der Echte Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) verbreitet. Typischerweise besiedelt er Magerwiesen und Weiden. Die Pflanze erreicht nur geringe Wuchshöhen und bildet kleine, lippenförmige Blüten aus. Eine Besonderheit ist die Verbindung mit AM (Arbuskulären Mykorrhizapilzen), einer Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die den Nährstoffaustausch im Boden verbessert.
31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
17 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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