
Dactylis glomerata
Auch bekannt als: Knäuelgras, Wiesen-Knäuelgras, Gewöhnliches Knäuelgras, Wiesen-Knaulgras, Wiesenknaulgras, Knaulgras, Wiesenknäuelgras
Artengruppe
59
Arten
interagieren
60
Interaktionen
dokumentiert
30
Wirtsbeziehungen
Arten
An den dichten, knäuelartig gehäuften Blütenständen, die wie kleine Fäuste an den Halmspitzen sitzen, lässt sich das Gewöhnliche Knaulgras (Dactylis glomerata) sofort erkennen. Dieses ausdauernde Süßgras ist ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da es als eine der wichtigsten Raupenfutterpflanzen für heimische Nachtfalter dient. Unter anderem finden hier die Raupen des Trinkers (Euthrix potatoria) und der Glänzenden Weißfleckeule (Lacanobia splendens) ihren Lebensraum. Wenn du dieses Gras in einer sonnigen Ecke wachsen lässt, förderst du aktiv die Vielfalt in deinem Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben in einem vermeintlich einfachen Grasbüschel stecken kann.
Die Kinderstube im Garten: Raupenfutter für acht heimische Falterarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine existenzielle Lebensgrundlage für zahlreiche Schmetterlinge. Es dient als Raupenfutter für den Schwarzen Bären (Arctia villica), das Dunkle Halmeulchen (Oligia strigilis) und die Große Veränderliche Grasbüscheleule (Apamea monoglypha). Auch die Schmuck-Bodeneule (Noctua orbona), die Silbergraue Grasbüscheleule (Mesapamea didyma) und die Gemeine Striegelhalmeule (Thalpophila matura) sind auf dieses Gras angewiesen. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Halme zudem Schutz für überwinternde Insekten und die Samen dienen Vögeln als kleine Kraftpakete.
Das Knaulgras ist nicht als kindersicher eingestuft, da die Blätter scharfe Kanten haben, die zu feinen Schnitten an der Haut führen können. Zudem zählt sein Pollen zu den Hauptauslösern für Heuschnupfen bei Allergikern. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht für dich im Garten jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Das Knaulgras ist sehr unkompliziert und fühlt sich an einem vollsonnigen Standort am wohlsten. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei die Pflanze als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) in ganz normaler Gartenerde bestens zurechtkommt.
Pflanzzeit: Setze das Gras am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im späten Winter ratsam, um Platz für den frischen Austrieb im Frühjahr zu schaffen.
Vermehrung: Du kannst die Horste (Grasbüschel) einfach im Frühling teilen.
Kombination: Eine ideale Nachbarin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten sind standorttreu, lieben die Sonne und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend in einer naturnahen Wiesenpflanzung.
Das Gewöhnliche Knaulgras (Dactylis glomerata) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Es besiedelt als Indigen (einheimisch) typischerweise Fettwiesen und Wegränder. Ein markantes Merkmal sind die stark zusammengedrückten, fast scharfkantigen Blattscheiden am Grund der Pflanze. Das Gras lebt in einer Gemeinschaft mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), welche die Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden unterstützen.
Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
30 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
25 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1939635018
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →