Bild folgtKI-generierte IllustrationPimpinella major
Auch bekannt als: grand boucage, Große Bibernelle, Grosse Bibernelle
86
Arten
interagieren
232
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem kantig gefurchten Stängel und den großen, weißen Doldenblüten lässt sich die Große Pimpinelle (Pimpinella major) sofort erkennen. Als heimischer Doldenblütler ist sie ein wichtiges Element für die Artenvielfalt in deinem Garten. Besonders der Pimpinell-Blütenspanner (Eupithecia pimpinellata) ist auf sie als Raupenfutter angewiesen. Auch Blattwespen wie Tenthredo notha finden hier wertvolle Nahrung. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die Struktur in deine Beete bringt und gleichzeitig das ökologische Gleichgewicht stützt, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Unverzichtbare Futterquelle für den spezialisierten Pimpinell-Blütenspanner.
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Mit ihrer außergewöhnlich langen Blütezeit von März bis September bietet die Große Pimpinelle ein stabiles Nahrungsangebot. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie intensiv von Blattwespen wie der Rübsenblattwespe (Athalia circularis) und Tenthredo notha besucht. Auch der blau schimmernde Laufkäfer Ophonus azureus findet sich regelmäßig an der Pflanze ein. Für den Pimpinell-Blütenspanner (Eupithecia pimpinellata) ist sie als Raupenfutterpflanze überlebenswichtig. Die im Spätsommer reifenden Samen dienen zudem als Futterquelle für Vögel, während die hohlen Stängel Überwinterungsplätze für kleine Insekten bieten.
Die Große Pimpinelle wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an der phototoxischen Wirkung vieler Doldenblütler, die bei Kontakt in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreizungen auslösen können. Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum), dessen Stängel jedoch meist rötlich gefleckt und glatt ist, während die Pimpinelle einen deutlich gefurchten Stängel besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Die Große Pimpinelle bevorzugt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da sie zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gehört.
Ein schwerer, humoser Gartenboden kommt ihren Ansprüchen sehr entgegen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Da sie eine Symbiose mit Pilzen (Mykorrhiza) eingeht, fördert ein biologisch aktiver Boden ihre Gesundheit.
Im Herbst kannst du die verblühten Dolden für Insekten stehen lassen.
Eine Vermehrung gelingt am besten durch Aussaat direkt nach der Samenreife.
Gute Partnerin: Die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und bilden zusammen ein schönes Bild in einer naturnahen Wiese.
Die Große Pimpinelle gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Du findest sie typischerweise auf nährstoffreichen Fettwiesen (wüchsige Wiesen mit hoher Nährstoffzufuhr) und an Waldrändern. Als ausdauernde krautige Pflanze bildet sie eine kräftige Wurzel aus und zeigt eine AM-Mykorrhiza (eine vorteilhafte Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen). Auffällig ist der hohle, tief gefurchte Stängel, der sie von ähnlichen Wiesenpflanzen unterscheidet.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
59 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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