Bild folgtKI-generierte IllustrationAchillea ptarmica
Auch bekannt als: Sumpfgarbe, Sumpfschafgarbe, achillée sternutatoire, Sumpf-Schafgarbe, Gewöhnliche Sumpf-Schafgarbe, Bertram-Schafgarbe
Artengruppe
46
Arten
interagieren
98
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) sind ihre reinweißen, fast knopfartigen Blütenköpfchen und die schmalen, fein gesägten Blätter, die ganz anders aussehen als bei ihrer bekannten Schwester, der Gemeinen Schafgarbe. In deinem Naturgarten ist sie unverzichtbar, wenn du feuchtere Standorte ökologisch aufwerten willst. Sie dient als wichtige Futterquelle für spezialisierte Insekten wie die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) oder den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Auch der Bleich-Blütenspanner (Eupithecia succenturiata) nutzt sie als Kinderstube für seine Raupen. Mit dieser Pflanze holst du dir echte Wildnis-Qualität direkt an den Teichrand oder in die feuchte Wiese. Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, ist sie die perfekte Wahl für dich.
Weiße Blütenpracht für feuchte Gartenstellen und seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Insekten. Die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) nutzen sie intensiv als Pollenquelle. Unter den Schmetterlingen profitiert der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas), während die Raupen des Bleich-Blütenspanners (Eupithecia succenturiata) direkt an der Pflanze fressen. Auch Käfer wie der Schmalbock (Lepturinae) und der farbenfrohe Halskäfer (Malachius) sind regelmäßige Gäste auf den weißen Blüten. Die im Herbst reifenden Samen bieten zudem eine natürliche Nahrungsquelle für Vögel in der kargen Jahreszeit.
Die Sumpf-Schafgarbe wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Pflanzsaft bei empfindlichen Menschen Hautreizungen auslösen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern, sofern man auf die charakteristischen gesägten (nicht gefiederten) Blätter achtet. Die Pflanze ist für Mensch und Tier bei Berührung meist unbedenklich, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.59 m
Wähle für die Sumpf-Schafgarbe einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte "frisch" bis feucht sein, also eine konstante Grundfeuchte aufweisen – ideal ist die Nähe eines Teiches oder eine wechselfeuchte Senke.
Da sie ein "Schwachzehrer" (kommt mit wenig Nährstoffen aus) ist, benötigt sie keinen Dünger; zu viel Stickstoff beeinträchtigt ihre Standfestigkeit.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August kann einen zweiten Flor anregen, ist aber für die Ökologie nicht zwingend.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen, da sie Insekten als Quartier dienen.
Gute Partnerin: Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch in einer naturnahen Uferbepflanzung.
Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in ganz Mitteleuropa sowie im Vereinigten Königreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen, Gräben und Bachufer, was ihren Bedarf an Feuchtigkeit erklärt. Morphologisch unterscheidet sie sich von anderen Schafgarben durch ihre ungeteilten, lediglich gesägten Blätter und die größeren, lockeren Blütenstände. Sie geht eine Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza, ein nützliches Bodenpilz-Netzwerk) ein, was ihre Nährstoffaufnahme auf mageren Böden verbessert.
3 Videos zu Sumpf-Schafgarbe (Artengruppe)



22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
20 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →