Bild folgtKI-generierte IllustrationVinca major
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Große Immergrün (Vinca major) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren auffällig großen, hellvioletten bis tiefblauen Blüten, die fünf asymmetrische Kronblätter besitzen, und den glänzenden, eiförmigen Blättern bildet sie dichte Teppiche. Obwohl die Pflanze ein Neophyt (nach 1492 eingeführte Art) ist, bietet sie im zeitigen Frühjahr wertvolle Energie. Davon profitieren vor allem große Bestäuber wie die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) oder die Erdhummel (Bombus terrestris). In deinem Garten kannst du sie ideal nutzen, um schwierige, schattige Bereiche dauerhaft grün zu halten.
Blaues Blütenmeer ab März: Die erste Tankstelle für die Blaue Holzbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Große Immergrün eine wichtige Nahrungsquelle für früh aktive Insekten. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Erdhummel (Bombus terrestris) nutzen das Angebot von März bis Juni intensiv. Auch Honigbienen (Apis mellifera) und Hosenbienen (Dasypoda) suchen die markanten Blüten auf. Da die Pflanze bereits sehr früh im Jahr blüht, dient sie als Brücke, wenn viele heimische Wildblumen noch nicht voll entwickelt sind. Sie stellt somit ein ergänzendes Angebot in der kritischen Aufbauphase der Völker dar.
Bitte beachte, dass das Große Immergrün als nicht kindersicher eingestuft wird. Alle Pflanzenteile sind giftig und sollten nicht verzehrt werden. Achte besonders darauf, wenn kleine Kinder oder neugierige Haustiere in deinem Garten spielen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Das Große Immergrün ist ein dankbarer Bewohner für Standorte im Halbschatten. * Wähle einen Platz mit frischem Boden (mäßig feucht, trocknet selten ganz aus). * Da die Pflanze ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist, reicht normaler Gartenboden völlig aus. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist. * Achte darauf, der Pflanze Platz zu geben, da sie durch ihre Ausläufer schnell größere Flächen besetzt. * Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im zeitigen Frühjahr erfolgen, um den Wuchs kompakt zu halten. * Eine Vermehrung gelingt ganz leicht durch das Abtrennen bewurzelter Triebe. * Als Begleitpflanze empfehle ich dir die Wald-Anemone (Anemone sylvestris). * Diese heimische Art teilt die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte und ergänzt den blauen Teppich des Immergrüns mit ihren weißen Blüten ökologisch sinnvoll.
Das Große Immergrün gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile weit verbreitet, wird botanisch jedoch als Neophyt eingestuft. Die Pflanze wächst als ausdauernder Halbstrauch, der lange, kriechende Triebe ausbildet und so flächige Bestände schafft. Bevorzugt besiedelt sie frische Standorte im Halbschatten (Lichtverhältnisse mit mäßiger Besonnung), oft an Waldrändern oder in Parkanlagen.
3 Videos zu Großes Immergrün



13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →