Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia sylvatica
22
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Wald-Wicke an ihren auffälligen, cremeweißen Blüten mit der feinen, violetten Aderung und ihrem kletternden Wuchs. Als heimische Wildpflanze ist sie ein wertvoller Baustein für naturnahe Gärten, da sie spezialisierten Insekten wie dem Gemeinen Bläuling (Polyommatus icarus) und der seltenen Mooshummel (Bombus muscorum) wichtige Nahrung bietet. Mit ihren Ranken begrünt sie mühelos Zäune oder Gebüsche im Halbschatten. Wenn du eine lichte, etwas feuchtere Ecke unter Bäumen hast, ist diese ausdauernde Kletterstaude genau die richtige Wahl für dich.
Edle Waldkünstlerin: Nektarquelle für Bläulinge und seltene Mooshummeln
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wald-Wicke eine erstklassige Nektarquelle für diverse Falterarten. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) profitieren von ihrem Angebot im Hochsommer. Auch für den Braunkolbigen Klämmerfalter (Thymelicus sylvestris) stellt sie eine wichtige Lebensgrundlage dar. Bemerkenswert ist ihr Wert für die Mooshummel (Bombus muscorum), die auf solche spezialisierten Schmetterlingsblütler angewiesen ist. Die Samen dienen zudem im Winter als Nahrung für verschiedene heimische Vögel.
Die Wald-Wicke ist als nicht kindersicher eingestuft. Vor allem die Samen in den Hülsenfrüchten können bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen, weshalb bei kleinen Kindern im Garten Vorsicht geboten ist. Es besteht eine entfernte Verwechslungsgefahr mit anderen Wickenarten, die jedoch meist ähnliche Eigenschaften besitzen und ebenfalls nicht für den Verzehr geeignet sind.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.1 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Wald-Wicke direkte Mittagssonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie komplett austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da sie klettert, solltest du ihr eine natürliche Kletterhilfe wie Reisig oder benachbarte Sträucher anbieten.
Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den kräftigen Neuaustrieb im Frühjahr.
Vermehren lässt sie sich am besten durch Aussaat der reifen Samen im Herbst.
Eine gute Partnerin ist die Rote Lichtnelke (Silene dioica) – beide teilen die Vorliebe für frische Waldrandstandorte und ergänzen sich ökologisch perfekt.
Die Wald-Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Sie ist in weiten Teilen Mitteleuropas indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und Gebüsche. Morphologisch zeichnet sie sich durch bis zu zwei Meter lange, schlaffe Triebe aus, die mithilfe von verzweigten Blattranken an der Spitze der gefiederten Blätter klettern. Trotz ihrer filigranen Erscheinung ist sie eine robuste, mehrjährige Staude der gemäßigten Breiten.
1 Video zu Wald-Wicke

17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →