
Stellaria media
Auch bekannt als: Gewöhnliche Vogelmiere, Vogelmiere, Stellaria media, Hühnerdarm, stellaire intermédiaire, Vogel-Sternmiere
Artengruppe
38
Arten
interagieren
43
Interaktionen
dokumentiert
14
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffaellig sind die winzigen, weißen Sternblueten, deren fuenf Kronblaetter so tief gespalten sind, dass sie wie zehn wirken. Die Vogel-Sternmiere (Stellaria media) ist ein unermuedlicher Bodendecker, der als Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 ohne direktes Zutun des Menschen bei uns eingefuehrt wurde) fest in unsere Gartenkultur gehoert. Sie dient als wichtige Kinderstube fuer Nachtfalter wie die Lichtnelkeneule (Hadena bicruris) oder die Zahneule (Hada plebeja). Da sie das ganze Jahr ueber blueht, bietet sie Insekten auch an milden Wintertagen wertvolle Nahrung. Wenn du ihr in einer Gartenecke Platz laesst, foerderst du die Artenvielfalt auf kleinstem Raum.
365 Tage im Dienst der Natur: Die unermuedliche Ganzjahres-Bluete fuer Nachtfalter.
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Diese kleine Pflanze ist eine tragende Saeule fuer die heimische Insektenwelt. Sie ist eine wichtige Futterpflanze fuer die Raupen zahlreicher Nachtfalter, darunter die Glänzende Weißfleckeule (Lacanobia splendens), die C-Schwarze Bodeneule (Xestia c-nigrum) und der Doppelband-Blattspanner (Euphyia biangulata). Auch selteneren Arten wie der Grünlichen Erdeule (Actebia praecox) oder der Braune Spätsommer-Bodeneule (Eugnorisma depuncta) bietet sie eine Lebensgrundlage. Da die Bluetezeit von Januar bis Dezember reicht, finden Bestaeuber hier selbst im tiefsten Winter bei milder Witterung Nahrung. In der kalten Jahreszeit sind ihre Samen zudem eine begehrte Energiequelle fuer heimische Singvoegel.
Die Datenbank stuft die Vogel-Sternmiere als nicht kindersicher ein. Dies liegt vor allem an der moeglichen Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis), der jedoch meist orangerote Blueten hat. Ein sicheres Erkennungsmerkmal der Sternmiere ist die einzelne, laengs verlaufende Haarleiste am Stängel.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jan – Dez
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Waehle einen halbschattigen Platz mit frischem, also dauerhaft leicht feuchtem Boden.
Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Naehrstoffbedarf) ist, gedeiht sie am besten in humoser, 'fetter' Gartenerde.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Eine aktive Vermehrung ist meist nicht nötig, da sie sich über Samen und kriechende Triebe selbst staendig regeneriert.
Achte darauf, den Boden nicht zu stark zu verdichten, damit die zarten Wurzeln Sauerstoff bekommen.
Im Winter dient sie als lebendiger Mulch und schuetzt das Bodenleben vor Frost.
Ein Rueckschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze niedrig bleibt.
Gute Partnerin: Der Gundermann (Glechoma hederacea) – beide teilen die Vorliebe fuer naehrstoffreiche Boeden und bilden zusammen einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Die Vogel-Sternmiere (Stellaria media) gehoert zur Familie der Nelkengewaechse (Caryophyllaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Sie besiedelt bevorzugt frische, naehrstoffreiche Standorte im Halbschatten. Eine morphologische Besonderheit ist die einreihige Haarlinie am Stängel, die Tauwasser gezielt zu den Wurzeln leitet. Die Pflanze nutzt eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen zur besseren Naehrstoffaufnahme) und gilt laut Roter Liste als ungefaehrdet (*).
3 Videos zu Vogel-Sternmiere (Artengruppe)



13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1693056897
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