
Silene latifolia
Auch bekannt als: Weißes Leimkraut, Weiße Lichtnelke, Nacht-Lichtnelke, Weisse Lichtnelke, Weiße Nachtnelke
25
Arten
interagieren
31
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Breitblättrige Lichtnelke (Silene latifolia) sofort an ihren reinweißen, tief eingeschnittenen Blütenblättern und dem markant aufgeblasenen Kelchbecher. Als Nachtblüherin öffnet sie ihre Kelche erst in der Dämmerung und lockt mit ihrem Duft gezielt Nachtfalter wie den Hummelschwärmer (Hemaris tityus) an. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Futterquelle, da sie als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Arten wie die Violettbraune Kapseleule (Hadena rivularis) dient. Wenn du auch in der Dämmerung Leben in deinem Garten beobachten möchtest, ist diese Pflanze die ideale Wahl für dich.
Nachtaktive Schönheit: Wichtige Futterquelle für den seltenen Hummelschwärmer.
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Die Breitblättrige Lichtnelke ist eine ökologische Schlüsselart für die nächtliche Insektenwelt. Besonders Nachtfalter wie der Hummelschwärmer (Hemaris tityus) profitieren von ihrem Nektarangebot in den Abendstunden. Für die Raupenwelt ist sie essenziell: Arten wie die Violettbraune Kapseleule (Hadena rivularis) oder die Marmorierte Nelkeneule (Hadena confusa) sind auf sie als Futterquelle angewiesen. Auch die Gelbliche Nelkeneule (Hadena perplexa) nutzt die Pflanze für ihre Entwicklung. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände wertvolle Nahrung für heimische Singvögel, die die ölreichen Samen aus den Kapseln picken.
Bitte beachte, dass die Breitblättrige Lichtnelke als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht in hiesigen Gärten kaum, dennoch sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten, da die Lichtnelke viel Helligkeit für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem nährstoffreich sein, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt.
Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Eine regelmäßige Gabe von Kompost unterstützt ihr kräftiges Wachstum und die Standfestigkeit.
Da sie oft nur zweijährig oder kurzlebig ausdauernd ist, solltest du die Samenreife abwarten, damit sie sich im Garten selbst versäen kann.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten über die Aussaat der reifen Kapseln direkt an Ort und Stelle.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Sommer kann einen zweiten Flor im Spätsommer anregen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) - beide teilen ähnliche Standortansprüche auf fetten Wiesen und ergänzen sich optisch hervorragend durch den Farbkontrast von Weiß und Violett.
Diese Art gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (altvorderer Einwanderer) weit verbreitet. Man findet sie ursprünglich auf nährstoffreichen Ruderalfluren (brachliegende Flächen) und an Wegrändern. Die Pflanze wächst zweihäusig, was bedeutet, dass es rein männliche und rein weibliche Exemplare gibt. Ein typisches Merkmal der Gattung der Leimkräuter (Silene) ist der röhrenförmige Kelch, der die empfindlichen Blütenorgane schützt.
2 Videos zu Breitblättrige Lichtnelke


14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_365845601
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