Bild folgtKI-generierte IllustrationMyriophyllum spicatum
Auch bekannt als: Ähriges Tausendblatt, Ährenblütiges Tausendblatt
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Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren fein gefiederten, quirlständigen (sternförmig um den Stängel angeordneten) Blättern, die unter Wasser wie grüne Federn wirken, fällt das Ähren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) sofort auf. Diese heimische Unterwasserpflanze ist ein wichtiger Sauerstoffspender für deinen Teich und bietet vielen Tieren Lebensraum. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren Wasservögel wie die Kanadabergente und die Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis) direkt von den Beständen. Auch für Reptilien wie die Zierschildkröte (Chrysemys picta) ist das dichte Grün ein wertvoller Rückzugsort. Wenn du die Wasserqualität in deinem Garten dauerhaft verbessern und gleichzeitig seltenen Gästen eine Heimat bieten willst, triffst du mit dieser Art genau die richtige Wahl.
Heimischer Sauerstoffprofi und wertvoller Rückzugsort für seltene Wasservögel.
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Das Ähren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) ist ein ökologisches Kraftzentrum in jedem Garten-Biotop. Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten dient es als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Wasservögel wie die Amerikanische Pfeifente (Mareca americana) und den Graubrust-Strandläufer. Das dichte Geflecht unter Wasser bietet zudem Schutz für die Zierschildkröte (Chrysemys picta). Während die Blüten über Wasser Insekten anlocken können, fungieren die Unterwasserteile als Laichplatz für Fische und Amphibien. Besonders für die Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis) stellt die Pflanze einen bedeutenden Bestandteil ihres Lebensraums dar.
Das Ähren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es sich um eine Wasserpflanze handelt, besteht beim Einpflanzen oder Pflegen am Teichrand grundsätzlich eine erhöhte Ertrinkungsgefahr für kleine Kinder. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Unterwasserpflanzen besteht in unseren heimischen Gewässern bei genauer Betrachtung der gefiederten Blätter jedoch kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Standort: Bevorzugt einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne innerhalb des Teichs.
Boden: Gedeiht am besten in normalem Teichsubstrat, da sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Setze das Tausendblatt idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein, solange das Wasser noch eisfrei ist.
Pflanztiefe: Die Pflanze sollte komplett untergetaucht sein, wobei eine Wassertiefe von 50 bis 150 Zentimetern ideal ist.
Pflege: Sie ist sehr pflegeleicht; bei zu starkem Wuchern im Sommer kannst du die Triebe einfach einkürzen.
Vermehrung: Dies gelingt leicht durch Kopfstecklinge (abgeschnittene Triebspitzen), die du einfach wieder in den Boden steckst.
Winter: Die Art bildet Winterknospen, die auf den Grund sinken und dort sicher überdauern.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und schaffen zusammen ein wertvolles Dickicht für Unterwasserlebewesen.
Das Ähren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) gehört zur Familie der Tausendblattgewächse (Haloragaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Indigen (eine bei uns ursprünglich vorkommende Art) besiedelt es bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit moderatem Nährstoffgehalt. Die Pflanze zeichnet sich durch rötliche Stängel aus, die meist unter der Wasseroberfläche bleiben, während lediglich die kleinen Blütenähren zur Bestäubung aus dem Wasser ragen. Morphologisch (gestaltlich) ist sie durch ihre vierzähligen Blattquirlen gut von anderen Wasserpflanzen zu unterscheiden.
1 Video zu Ähren-Tausendblatt

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →