Bild folgtKI-generierte IllustrationMarrubium peregrinum
Auch bekannt als: Ungarischer Andorn
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Wander-Andorn (Marrubium peregrinum) durch seine weiß-filzige Behaarung und die etagenartigen Scheinquirle (kranzartig angeordnete Blüten) auf. Da er in Deutschland vom Aussterben bedroht ist, stellt er eine echte Besonderheit für deinen Naturgarten dar. Er dient als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Insekten wie die Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) oder die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea). Mit dieser Pflanze unterstützt du aktiv den Erhalt einer extrem seltenen heimischen Art. Du wirst schnell feststellen, dass er auf trockenen, sonnigen Plätzen ein sehr unkomplizierter Gast ist.
Rettungsanker für die Blaue Holzbiene: Der extrem seltene Wander-Andorn.
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Der Wander-Andorn (Marrubium peregrinum) ist eine wertvolle Tankstelle für Wärme liebende Insekten. Besonders die seltene Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) und die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzen ihn als Nahrungsquelle. Für Hummeln, darunter die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Steinhummel (Bombus lapidarius), bietet er verlässlich Nektar. Da die Art auf der Roten Liste 1 steht, ist jede Pflanze im Garten ein wichtiger Trittstein für das Überleben dieser gefährdeten Flora. Im Winter dienen die hohlen Stängel zudem verschiedenen Insekten als frostgeschütztes Quartier.
Der Wander-Andorn (Marrubium peregrinum) wird in Garten-Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher vorsichtshalber nicht direkt in Spielbereichen von Kleinkindern gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Pflanzen besteht aufgrund der markanten filzigen Behaarung und der speziellen Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Standort: Wähle für ihn den sonnigsten Platz im Garten aus.
Boden: Er kommt mit normaler Gartenerde bestens zurecht, da er ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken bis frisch sein; Staunässe verträgt er gar nicht.
Pflanzzeit: Setze ihn idealweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht und muss nach dem Anwachsen kaum gegossen werden.
Rückschnitt: Schneide die verblühten Stängel erst im zeitigen Frühjahr zurück, um Insekten Winterschutz zu bieten.
Vermehrung: An geeigneten Stellen sorgt er durch Selbstaussaat für Nachkommen.
Kombinationsempfehlung: Ein passender Partner ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Sonnenplätze und ergänzen sich hervorragend im Nektarangebot für Wildbienen.
Der Wander-Andorn (Marrubium peregrinum) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wird als Archäophyt eingestuft, also als Pflanze, die bereits vor langer Zeit eingewandert ist und heute in Deutschland und Österreich als heimisch gilt. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Böschungen. Du erkennst ihn an seinem buschigen Wuchs und den silbrig-grauen Blättern, deren Behaarung als Verdunstungsschutz dient. In der Natur ist er durch den Verlust solcher Standorte bereits vom Aussterben bedroht.
3 Videos zu Wander-Andorn



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →